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{"created":"2022-01-31T16:44:28.304964+00:00","id":"lit36590","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Gardner, M.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 190-191","fulltext":[{"file":"p0190.txt","language":"de","ocr_de":"190\nBIBLIOGRAPHIE.\nzelle, Chlorophyllk\u00f6rner oder St\u00e4rkek\u00f6rner enthalten k\u00f6nne. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung der Lehre von den intermedi\u00e4ren Substanzen und den cuticularen Bildungen. Das vorletzte Kapitel handelt von dem Tode der Zelle; zuerst werden Thatsachen \u00fcber die Lebensdauer derselben, dann GoetteA und Weissmann\u2019s Ansichten \u00fcber deren Tod dargelegt, im weiteren\u2014interessante Erscheinungen latenten und schwankenden Lebens, unter anderem auch des schlummernden Zustands der Zelle (nach Grawitz) beschrieben; noch weiter ist von den greisenhaften Ver\u00e4nderungen und den Entartungserscheinungen als von regressiven Processen (Rindfleisch) die Rede. Das Ende des Kapitels ist den Erscheinungen der Chromatolyse, Karyorrhexis, Picnose und der einfachen Atrophie der Kerne gewidmet.\nDas letzte Kapitel dieses Lehrbuchs enth\u00e4lt die Darlegung der Hypothesen \u00fcber den molecularen Bau des Protoplasma in Verbindung mit der Vererbungstheorie und giebt einen Begriff von den auf die Embryologie bez\u00fcglichen Hypothesen im XVII und XVIII Jahrhundert (Evolutionisten und Vertreter der Lehre von der Epigenesis), von Buffon's Hypothesen, Herbert Spencer\u2019s Pangenesis, Darwin\u2019s Gemmulen, N\u00e4geli\u2019s Idioplasma; weiter folgt die Darlegung von Hiss\u2019 Princip der organbildenden Keimbezirke und von Pflii-ger\u2019s Lehre von der Isotropie der Eier. Die n\u00e4chsten Seiten des Kapitels sind der Betrachtung der sowohl auf der Bedeutung des Protoplasma als auf derjenigen des Kerns beruhenden Vererbungstheorien gewidmet, wobei zuerst Weissmann\u2019s Lehre, dann Roux\u2019s Mosaiktheorie dargelegt und die Ansichten vieler Gelehrten f\u00fcr und wider diese Lehren angef\u00fchrt sind. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung von 0. Hertwig's Hypothese \u00fcber die Biogenesis. Der Verfasser h\u00e4lt diese mit der Frage nach dem molecularen Bau der Materie im allgemeinen, dem Verh\u00e4ltnis zwischen Stoff und Kraft, dem Leben u. s. w. verkn\u00fcpften Frage in Bezug auf die Vererbung f\u00fcr ein R\u00e4tsel, welches bei dem heutigen Stande der- Wissenschaft unl\u00f6slich ist, und meint, dass auch in Zukunft die erw\u00e4hnten Fragen ihre L\u00f6sung nur in allgemeinen Z\u00fcgen finden werden.\nProf. Ognew\u2019s Werk, wie gesagt das erste Originalwerk in russischer Sprache auf diesem Gebiete, enth\u00e4lt das Neueste und Wesentlichste \u00fcber die Zelle, die, wie bekannt, schon eine reichhaltige Literatur ins Leben gerufen hat. Da es die interessantesten biologischen Fragen ber\u00fchrt, so d\u00fcrfte es nicht nur in dem Studentenkreise, f\u00fcr den es bestimmt ist, sondern auch in allen denjenigen, die sich von der biologischen Wissenschaft angezogen f\u00fchlen, ein reges Interesse erwecken. Dieses Buch enth\u00e4lt nur einen Teil der Histologie, daher d\u00fcrfen wir hoffen, dass Prof. Ognew demselben bald die \u00fcbrigen Teile, n\u00e4mlich die allgemeine und specielle Histologie, die zum Druck bereit sind, nachschicken wird.\nGardner, M. Dr. Med. Notizen \u00fcber die Methodik des Vortrags der Histologie und Embryologie an den deutschen Universit\u00e4ten. Moskau.\n1901. Ss. 1\u2014246.\nDieses Buch erscheint als Resultat einer im Auftr\u00e4ge der Facult\u00e4t ausgef\u00fchrten Besichtigung ausl\u00e4ndischer Universit\u00e4ten, wobei der Autor die Unter-","page":190},{"file":"p0191.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n19t\nrielitsmethoclen der Histologie und Embryologie an den Universit\u00e4ten von Berlin, Leipzig, Halle, Heidelberg, Strassburg, Freiburg i. Br., W\u00fcrtzburg, Bonn und M\u00fcnchen studirte. Da seine Rundreise in die Sommerzeit fiel, so behandelt er in seinem Buche die theoretische Seite des Unterrichts weniger ausf\u00fchrlich; daf\u00fcr aber giebt er eine genaue Charakteristik der practischen histologischen und embryologischen Arbeiten, die in Deutschland haupts\u00e4chlich auf das Sommersemester kommen. Zugleich hat es der Autor f\u00fcr n\u00fctzlich gehalten auch die Programme zu geben, nach welchen die Arbeiten ausgef\u00fchrt werden. Doch begn\u00fcgt er sich nicht mit einer einfachen, protocollartigen Beschreibung dessen, was er an den ausl\u00e4ndischen Hochschulen gesehen, sondern ist zugleich bestrebt die angewandten Methoden historisch und kritisch zu beleuchten. Dabei spricht er sich zu Gunsten der Selbst\u00e4ndigkeit einer jeden dieser Wissenschaften aus, wie sie in den russischen Universit\u00e4ten besteht, und zu der man in letzter Zeit auch in den deutschen hinneigt, indem besondere Lehrst\u00fchle f\u00fcr Histologie und Embryologie, von demjenigen der makro-scopischen Anatomie getrennt, gegr\u00fcndet werden. Auf Grund seines Studiums der verschiedenen im Auslande gebr\u00e4uchlichen Methoden bei dem Unterrichte der Histologie und Embryologie giebt der Autor einen eignen Entwurf zu einem histologo-embryologischen Institut, welches, seiner Ansicht nach, am besten den Anforderung dieser noch jungen, aber sich rasch entwickelnden Wissenschaft entsprechen k\u00f6nnte. Dabei vergisst der Autor auch nicht die andre Seite der Frage, indem er sowohl die materielle Lage als auch das moralische Band, welches alle Arbeiter auf diesem Felde umschlingt, eingehend bespricht. Zu den den Unterricht besonders f\u00f6rdernden Umst\u00e4nden rechnet er das Princip der Einteilung der Studirenden in \u00abAnf\u00e4nger\u00bb und \u00abGe\u00fcbtere\u00bb, ein Princip welches nicht nur auf die Histologie und Embryologie, sondern auch auf andre Disciplinen mit Nutzen angewandt werden d\u00fcrfte.\nPetrunkewitsch, A. und v. Guaita. Ueber den geschlechtlichen Dimorphismus bei dem Tonapparaten der Orthopteren. Abdruck aus den Zoolog. Jahrb\u00fcchern Bd. 14. PI. 4. Jena. Gustav Fischer. 1901. Mit 4 Tafeln. 1 \u2014 20 pp.\nDie Schl\u00fcsse, zu denen die Autoren gelangt sind, bestehen in Folgendem: die meisten Orthopteren der Unterordnung Saltatoria besitzen Tonapparate, die an verschiedenen K\u00f6rperteilen ausgebildet sind. Zugleich haben sie gezeigt, dass auch die Weibchen Tonapparate besitzen, die aber von denjenigen der M\u00e4nnchen durch ihren Bau verschieden sind. Schon in der Familie der Acri-diidae tritt dieser Unterschied insofern auf, als die Abst\u00e4nde zwischen den einzelnen Zapfen der Schrillleiste bei den Weibchen gr\u00f6sser sind, und somit ein tieferer Ton hervorgerufen wird. Noch auffallender ist der Unterschied im Bau der m\u00e4nnlichen und weiblichen Tonapparate bei den Locustidae; wir wollen nur daran erinnern, dass die M\u00e4nnchen hier meistens eine Schrillader auf der Ventralfl\u00e4che der linken oder rechten Fl\u00fcgeldecke besitzen, bei den Weibchen aber Schrillstacheln auf der Dorsalfl\u00e4che der rechten Fl\u00fcgeldecke zur Ausbildung gekommen sind. Durch diese Thatsachen ist die Vermutung, dass die Tonapparate der Weibchen auf dem Wege der Vererbung seitens der","page":191}],"identifier":"lit36590","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"190-191","startpages":"190","title":"Notizen \u00fcber die Methodik des Vortrags der Histologie und Embryologie an den deutschen Universit\u00e4ten. Moskau. 1901. Ss. 1-246","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:44:28.304970+00:00"}
