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Materialien zu der Fauna der Wolga und der Hydrofauna des Saratow'schen Gouvernements. Mit 2 Tafeln und 33 Textabbildungen. Aus <Bull. des Natur. de Moscou> No. 1. 1903. Moskau. Ss. 1-148

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{"created":"2022-01-31T16:38:39.126564+00:00","id":"lit36601","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Zykoff, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 199-200","fulltext":[{"file":"p0199.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n199\nDas Buch ist in zwei verschiedenen Schriften gedruckt. Das in feinerer Schrift Gedruckte enth\u00e4lt gewisse Einzelheiten aus dem Gebiete strittiger histologischer Fragen. Die ersten 30 Seiten sind der Lehre von der Zelle gewidmet, was jedenfalls eine Empfehlung f\u00fcr das Werkchen ist, wobei die klare und streng wissenschaftliche Darstellungsart des Verfassers den Wert dieses Kapitels noch bedeutend erh\u00f6ht. Ss. 31\u201490 enthalten die allgemeine Histologie, vom Epithelium an bis zum Blute inclusive; zahlreiche schematische Abbildungen helfen dem Anf\u00e4nger aufs beste, in der mikrospischen Tierwelt sich zurechtzufinden. Die letzten, feiner gedruckten Seiten geben einen Begriff von der Technik der mikroscopischen Arbeiten, wobei eine Anleitung zu der Bereitung von 41 Pr\u00e4paraten, gegeben ist, damit das Wesentlichste aus der allgemeinen Histologie dem Studirenden unter dem Mikroscop sichtbar werde. Das Buch entspricht dem f\u00fcr die allgemeine Histologie aufgestellten Programm und bildet gleichsam einen prop\u00e4deutischen Cursus zu dem Cursus der Zoologie am moskauer Landwirtschaftlichen Institut. Die Stu-direnden f\u00fchren alle in dem technischen Teil des Buches empfohlenen Arbeiten selbst\u00e4ndig aus. In Anbetracht dessen, dass an Lehrb\u00fcchern der Histologie in russischer Sprache sich ein grosser Mangel f\u00fchlbar macht, und dass der Autor\u2014ein t\u00fcchtiger Cytolog\u2014dem Leser nur das giebt, was er selbst unter dem Mikroscop erforscht, selbst durchdacht hat, endlich da derselbe in hohem Grade das Talent einer klaren Darlegung seiner Gedanken besitzt, so kann Dr. Karpoffs Buch ausserdem noch allen solchen aufs w\u00e4rmste empfohlen werden, wrelche die Cytologie n\u00e4her studiren wollen.\nZykoff, W. Materialien zu der Fauna der Wolga und der Hydrofauna des Saratow\u2019schen Gouvernements. Mit 2 Tafeln und 33 Textabbildungen. Aus <Bull. des Natur, de Moscou\u00bb. Vs I. 1903. Moskau. Ss. 1\u2014148.\nDiese Arbeit diente dem Verfasser als Inaugural-Dissertation zur Erlangung der W\u00fcrde eines Magisters der Zoologie. Auf ein kurzes Vorwort folgt ein historischer Ueberblick von dem, wras \u00fcber die Fauna der Wirbellosen der Wolga bekannt ist. Man ersieht aus demselben, dass bis zum Jahre 1900 nur ungef\u00e4hr 40 Formen der wirbellosen Bewohner dieses Flusses bekannt waren. Weiter folgt ein systematisches Verzeichniss der in der Wolga und dem Saratow\u2019schen Gouvernement gefundenen Formen, wobei eine Tafel zur Bestimmung der Hydrae auf Grund der F\u00e4rbung, eine zweite zu demselben Zwecke aber auf Grund der Eier gegeben ist. Der letzte Teil der Arbeit ist der Beschreibung des Planktons der Wolga und den Eigent\u00fcmlichkeiten der Tierwelt dieses Flusses gewidmet. Hier giebt der Autor ein Verzeichniss zahlreicher pflanzlicher und tierischer Formen, die er teils im lebendigen Plankton, teils an in Alkohol conservirten Organismen (meist Entomostraca) bestimmte. Im Plankton sind die pflanzlichen Formen (Algen) vorherrschend; unter den tierischen sind die Protozoa am reichlichsten vertreten. In Bezug auf die Bo-tatoriae gleicht die Wolga andern europ\u00e4ischen Fl\u00fcssen (z. B. der Elbe). Der Autor hebt hervor, dass in der Wolga 5 Arten von Mastigocerca gefunden worden sind (in der Elbe bios 1 Art, in den andern Fl\u00fcssen Europa\u2019s fehlt","page":199},{"file":"p0200.txt","language":"de","ocr_de":"200\nBIBL\u00cfOGKAP HIE.\nes ganz an Vertretern dieser Gattung). Bemerkenswert ist, dass die Wolga in dieser Beziehung dem Illinois gleicht. Die Fauna der Entomostraca des Wolga\u2019er Planktons erinnert ebenfalls an andre europ\u00e4ische Fl\u00fcsse. Der Autor hebt am Ende seiner Arbeit hervor, dass es keinen einzigen Organismus giebt, der ausschliesslich* dem Flussplankton angeh\u00f6ren w\u00fcrde; dieser stellt immer ein Gemenge von Formen vor, die in Seen, Teichen und im Boden gefunden werden. Was die allgemeinen Schl\u00fcsse des Autors in Bezug auf die m Fauna der Wolga anbetrifft, so weist er auf den Umstand hin, dass ausser den allgemein verbreiteten Arten der mittel-europ\u00e4ischen Hydrofauna die Wolga auch noch ihr eigent\u00fcmliche besitzt, wie z. B. einen Parasiten des Sterletrogens\u2014Polypodium hvdriforme Uss.,\u2014einen originellen subcutanen Parasiten des Sterlets\u2014Cystoopsis acipenseri N. Wagn.\u2014u. a. Nach Max Weber\u2019s Classification, rechnet der Autor die meisten Formen der Wolga den sog. Universals\u00fcss -wassertieren zu. Was die marinen S\u00fcsswasserbewohner anbetrifft, so m\u00fcssen, mit Ausnahme von Polypodium hvdriforme, alle \u00fcbrigen: Plogistoma Lemani, Stichostemma sp. ?, Corophium curvispinum und Mesomysis Ullskyi, dem Autor nach, f\u00fcr active Einwanderer aus dem Kaspischen Meer in die Wolga angesehen werden.\nKarpoff, W. Die Bewegungen der Am\u00f6ben; ein Versuch dieselben zu erkl\u00e4ren. Kritische Studie. Mit 2 Abbildungen im Texte. Separatabdruck aus \u00abMitteilungen des moskauer Landwirtschaftlichen Instituts\u00bb. Jahrg. VI. H. 1. 1900. S. 1 \u2014 42.\nDer Zweck dieser Arbeit ist, die gangbarsten Erkl\u00e4rungen der Bewegungen der Am\u00f6ben kritisch zu beleuchten, und zu erforschen, ob die bisherigen Hypothesen die Erscheinung gen\u00fcgend gut erkl\u00e4ren. Auf Grund genauer Nachforschungen in den Lehrb\u00fcchern der Physik meint Karpoff, dass die die Capil-larit\u00e4t betreffenden Formeln sich nur auf homogene, keine innern Kr\u00e4fte entfaltenden Fl\u00fcssigkeiten beziehen und nur auf solche anwendbar seien. Die Am\u00f6be dagegen schliesst in ihrer Eigenschaft als Lebewesen einen m\u00e4chtigen Vorrat an potenzieller Energie in sich, die unaufh\u00f6rlich in kinetische Energie \u00fcbergeht. Schon dieses Eine zeigt, den Worten des Autors nach, wie vorsichtig die Formeln der oberfl\u00e4chlichen Spannung auf die Am\u00f6be anzuwenden seien (Quincke, Verworn, B\u00fctschli und Rhumbler). Die Einteilung der K\u00f6rper nach ihrem Aggregatzustand in feste, fl\u00fcssige und gasf\u00f6rmige erweist sich f\u00fcr die Charakteristik des Plasma als ungen\u00fcgend. Vielleicht passt auf den gegebenen Fall besser die Vorstellung von den sandf\u00f6rmigen K\u00f6rpern, obgleich die Frage, auf welche Art die einzelnen Teilchen mit einander verbunden sind, unerkl\u00e4rt bleibt. Die Am\u00f6be stellt einen K\u00f6rper vor, der seinen Aggie-gatzustand ver\u00e4ndern, oder, nach Karpoff, eine Fl\u00fcssigkeit, die in den festen Zustand \u00fcbergehen kann (vielleicht w\u00e4re hier der veraltete Ausdruck \u00abfestfl\u00fcssig\u00bb anwendbar). Die Theorie der oberfl\u00e4chlichen Spannung hat kein wirklich existirendes Object, sondern ein bis zum \\erlust aller charakteristischen Eigenschaften vereinfachtes Schema zum Gegenstand, infolgedessen diese Theorie beiseite gelassen werden sollte.\nWas die Theorie der Inothagmen anbetrifft (Engelmann), so beobachtet","page":200}],"identifier":"lit36601","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"199-200","startpages":"199","title":"Materialien zu der Fauna der Wolga und der Hydrofauna des Saratow'schen Gouvernements. Mit 2 Tafeln und 33 Textabbildungen. Aus <Bull. des Natur. de Moscou> No. 1. 1903. Moskau. Ss. 1-148","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:38:39.126570+00:00"}

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