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{"created":"2022-01-31T16:37:40.975625+00:00","id":"lit36604","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Mitrophanoff, P.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 203-204","fulltext":[{"file":"p0203.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n203\nbieten> auf die Embryonalscheiben meroblastischer Eier, wo eigentlich die ganze Masse des aus den Teilungsproducten entstandenen Bildungsmaterials zur Entwicklung des Gef\u00e4ssfeldes dient, nicht anwendbar sei. In dieser Bichtung angestellte Versuche haben, dem Autor nach, keine positiven Resultate geliefert. Er erw\u00e4hnt nur kurz, in einigen F\u00e4llen, 3 Tage nach der Operation, doppelte Embryonalscheiben, als Resultat vollst\u00e4ndiger Durchschneidung in einem fr\u00fchen Teilungsstadium, erhalten zu haben. Im 3-ten Kapitel beschreibt der Autor einen Fall, wo er bei Asterias glacialis unter der Einwirkung directer Sonnenstrahlen auf Wasser, welches Embryonen enthielt, Exogastrulen und, umgekehrt, aus Exogastrulen, nachdem das Wasser mit den Eiern cirka 2% Stunden an einem schattigen Orte gestanden hatte, typische Gastrulen erhielt. Somit bewirkt das Erw\u00e4rmen der Blastulen bedeutende Erh\u00f6hung des innern Drucks (Turgor) der H\u00f6hlenfl\u00fcssigkeit derselben (die Versuche von Driesch, Herbst und Maass), und diese Steigerung bewirkt das Entstehen von Exogastrulen.\nMitrophanoff, P. Ueber die Primitivplatte in der Entwicklung der Reptilien und V\u00f6gel. (Sauropsida). Mit 16 Textabbildungen. Arbeiten aus dem zootomischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschau, red. von Prof. P. Mitrophanoff. Bd. XXVI. Warschau. 1902. Ss. 1 \u2014 28.\nVon seinen zahlreichen \u00fcber die fr\u00fche Entwicklung der Reptilien und V\u00f6gel gemachten Beobachtungen ausgehend, ist der Autor zu dem Schl\u00fcsse gelangt, dass eine <Primitivplatte\u00bb in Will\u2019s Sinne nicht existirt, und dass dieser Ausdruck, wie er von andern Autoren gebraucht wird, weder einen gen\u00fcgend bestimmten Sinn noch immer gleiche Bedeutung hat. Mit diesem Kamen k\u00f6nnte man etwa den Bezirk in dem hintern Teile der Embryonalscheibe belegen, welcher im lebenden Zustande als weisslicher Fleck dort durchscheint, wo die embryonalen Primitivbl\u00e4tter sich von einander noch nicht getrennt haben. In dieser Gestalt w\u00fcrde die Primitivplatte Duval\u2019s Achsenplatte oder Roller\u2019s Sichel entsprechen, dann aber zu den anf\u00e4nglichen morphologischen Complicationen (Gastrulation oder Vorbereitungsprocesse zu dieser) in keiner Beziehung stehen. Diesen Ausdruck f\u00fcr die locale Verdickung des Ektoderms, welche der Bildung einer knotigen Verdickung vorangeht und in welcher in der Folge der Gastrulationsprocess vor sich geht, zu behalten, ist deshalb nicht w\u00fcnschenswert, weil diese Verdickung keine bestimmten Umrisse hat und auch weil mit diesem Ausdruck die fr\u00fchere Bedeutung verbunden wird, welche jetzt schon als \u00fcberwundener Standpunkt anzusehen ist. Der Ausdruck \u00abPrimitivplatte\u00bb sollte in der Beschreibung der Processe, die bei den Reptilien der Gastrulation vorangehen, nicht gebraucht werden, obgleich derselbe in der Entwicklungsgeschichte anwendbar ist. Der Autor meint, dass in der anl\u00e4nglichen Entwicklung der Sauropsidae folgende gemeinsame Momente der morphologischen Complieirung hervorgehoben werden d\u00fcrften: 1) Bildung einer gemeinsamen mittleren Verdickung in dem individualisirten Ektoderm, welchem am zweckm\u00e4ssigsten die Benennung Kopfer\u2019scher Embryonalschild beizubehalten w\u00e4re; 2) Entstehung eines Primitivknotens, wenn die prostomale Vertiefung von der Oberfl\u00e4che aus noch eine ganz geringe ist und ihr anf\u00e4ng-","page":203},{"file":"p0204.txt","language":"de","ocr_de":"204\nBIBLIOGRAPHIE.\nliches Aussehen einer helleren quergelegenen H\u00f6hlung hat,\u2014bei den V\u00f6geln ist die Vertiefung von der Oberfl\u00e4che aus nicht zu sehen, und der Primitivknoten verwandelt sich direct in den Primitivstreifen; 3) Bildung einer gastra-len Vertiefung (hei den Reptilien) und Entstehung einer Primitivfurche (bei den V\u00f6geln) an dem Vorderende des Primilivstreifens. Nur das Vorderende der Primitivfurche der V\u00f6gel (der Autor hat dies als erster an dem Straussenei studirt) entspricht dem Prostoma der Reptilien. Am Ende seiner Arbeit f\u00fcgt der Autor, sich auf Ballowitz\u2019s Arbeiten st\u00fctzend, hinzu, dass aus dem Embryonalschild zuerst die Urmundplatte (Ballowitz) sich differencirt und erst diese sich verdickt, nachdem sich in derselben eine Vertiefung gebildet hat, weshalb es zweckm\u00e4ssiger sei, f\u00fcr dieselbe die Benennung Primitivkuoten bei-jzubehalten.\nTur, 1. Ueber eine graphische Methode f\u00fcr das vergleichende Studium von Vogelembryonen. (Aus dem zootom. Laborat. der Warschauer Universit\u00e4t). Mitgeteilt in einer Sitzung der biologisch. Abt. der warschauer Naturforschergesellschaft am 21 Juni 1901.\nDiese Methode besteht darin, dass man eine ganze Reihe von Abbildungen, die auf einer durchsichtigen Platte erhalten wurden, nunmehr aut ein und dasselbe Papier derartig \u00fcbertr\u00e4gt, dass alle Abbildungen zugleich erhalten werden. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen diese dann besser und bequemer unter einander verglichen werden. Bedient man sich eines bestimmten Maassstabs, .so erh\u00e4lt man in der auf solche Weise erhaltenen complexen Abbildung leicht die absoluten Gr\u00f6ssen der Embryonen, die als Objecte gedient hatten, resp. dieselben bestimmen sich von selbst. Bei dem successiven Uebereinanderlegen mehrerer gleichartiger Abbildungen auf ein und dasselbe Blatt muss nat\u00fcrlich ein bestimmter, f\u00fcr alle zu vergleichenden Bilder gemeinsamer Punkt gew\u00e4hlt werden. F\u00fcr die Blastoderme der V\u00f6gel empfiehlt der Verfasser als solchen Punkt den Bezirk des Primitivknotens, d. li. des Vorderendes des Primitivstreifens oder der Primitivrinne.\nTur, Jan. Sur la ligne primitive dans l'embryog\u00e9nie de Lacerta ocellata Daud. Communication pr\u00e9liminaire. (Avec 5 figures) Tir\u00e9 de \u00abAnatomischer Anzeiger\u00bb. Bd. XXIII K\u00b0. 8 u. 9. 1903.\nL\u2019auteur s\u2019efforce de montrer la pr\u00e9sence de la ligne primitive dans les embryons du l\u00e9zard et de combler la pr\u00e9tendue lacune qui s\u00e9parait sous ce point Pembryog\u00e9nie des reptiles de celle des autres amniotes. L\u2019apparition de la ligne primitive chez Lacerta ocellata est pr\u00e9c\u00e9d\u00e9e de la formation d\u2019un \u00ab\u00e9cusson embryonnaire\u00bb (Embryonalschild), qui se forme au centre de l\u2019aire transparente, d\u00e8s que le blastoderme occupe environ !/3 de la surface totale du jaune. Il est \u00e0 noter que la formation d\u2019une \u00abplaque prosto-miale\u00bb (\u00abUrmundplatte\u00bb, Ballowitz) n\u2019est pas du tout obligatoire ni constante chez Lacerta ocellata: au contraire, dans la grande majorit\u00e9 des cas la ligne primitive appara\u00eet imm\u00e9diatement dans l\u2019\u00e9cusson embryonnaire, aux d\u00e9pens du mat\u00e9riel ectodermique de celui ci, ce qui se passe ordinairement dans 1 embryog\u00e9nie des oiseaux. L\u2019auteur dit: \u00abLe principal but de cette communica-","page":204}],"identifier":"lit36604","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"203-204","startpages":"203","title":"Ueber die Primitivplatte in der Entwicklung der Reptilien und V\u00f6gel. (Sauropsida). Mit 16 Textabbildungen. Arbeiten aus dem zootomischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschau, red. von Prof. P. Mitrophanoff. Bd. XXVI. Warschau. 1902. Ss. 1-28","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:37:40.975631+00:00"}
