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{"created":"2022-01-31T16:39:29.491191+00:00","id":"lit36608","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tur, I.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 205-206","fulltext":[{"file":"p0205.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n2 On\ntion \u00e9tant d\u2019indiquer la pr\u00e9sence d\u2019une ligne primitive chez un reptile, je ne dirai que quelques mots des stades ult\u00e9rieurs de l\u2019embryog\u00e9nie de Laeerta ocellata. C\u2019est le stade de l\u2019invagination gastrul\u00e9enne, de la formation du <pro-stoma\u00bb, qui pr\u00e9sente chez cet animal de nombreuses variations individuelles, tr\u00e8s nombreuses et pouss\u00e9es beaucoup plus loin que chez Tropidonotus notrix, d\u00e9crites par M. le Prof. E. Ballowitz... Ce fait confirme d\u2019une fa\u00e7on d\u00e9finitive l\u2019id\u00e9e de l\u2019unit\u00e9 des processus embryog\u00e9niques chez tous les amniotes, id\u00e9e qui est sortie de notre Laboratoire zootomique, et \u00e0 laquelle M. le Prof. P. J. Mitrophanow a consacr\u00e9 une s\u00e9rie de profondes recherches et d\u2019importantes publications. La d\u00e9couverte d\u2019une ligne primitive, comme une formation constante, chez Laeerta ocellata, donne \u00e0 cette id\u00e9e un nouvel et indiscutable appui\u00bb.\nTur, I. Neue Thaisachen liber fr\u00fche Stadien doppelter Mssgeburten bei den H\u00fchnern. Vorl\u00e4ufige Mitteilung. (Aus dem zootomischen Laboratorium der warschauer Universit\u00e4t). Mitgeteilt in einer Sitzung der biologischen Abt. der warschauer Naturforschergesellschatt am 11 Januar 1903. Ss. 1\u201410. (Mit 3 Abbildungen im Text).\nDer Verfasser beschreibt 3 F\u00e4lle beim Ausbr\u00fcten von H\u00fchnereiern im Incubator erhaltener bif\u0153taler Misgeburten in fr\u00fchen Entwicklungsstadien: 1) Zwei symmetrisch ausgebogene Primitivstreifen, die sich in einem hellen Felde entwickelt hatten, wurden bei vertikaler Stellung des Eies im Incubator, mit dem stumpfen Ende nach oben, erhalten. Die Vorderenden waren dem Kopfbezirk zugewandt und lagen unter einem Winkel von circa 40() einander ziemlich nahe, w\u00e4hrend die Schwanzenden symmetrisch seiw\u00e4rts auseinander gingen und einen Winkel von 100\u00b0 bildeten. Das allgemeine Bild gleicht einem X. 2) Zwei Primitivfurchen in einem hellen Felde wurden beim Ausbr\u00fcten unter normalen Bedingungen erhalten. Das Bild ist im allgemeinen dem vorhergehenden \u00e4hnlich, doch in einem weiter vorgeschrittenen Entwicklungsstadium. In der Literatur ist nur ein den zwei soeben beschriebenen Misgeburten \u00e4hnlicher Fall bekannt, n\u00e4mlich der Fall Allen-Thomson\u2019s [ \u00ab.Remarks on the Early Condition and Probable Origin of the Double Monsters\u00bb. The London and Edinburg Monthly Journal of Medical Science. 1844 (Nach Dorst)]. 3) Der dritte von Tur beschriebene Fall einer Misgeburt bestand darin, dass zwei Primitivstreifen von ungleicher L\u00e4nge mit ihren Kopfenden einander zugewandt waren. Die Entwicklung hatte unter normalen Bedingungen stattgefunden. Derartige Misgeburten wurden fr\u00fcher von Burkhard und K\u00e4stner, dann von Klaussner und Mitropbanoff beschrieben.\nTur, I. Zur Casuistik und Theorie der polyf\u0153talen Misgeburten. (Mit 9 Abbildungen im Text und 1 Tafel). Arbeiten aus dem zootomischen Laboratorium der warschauer Universit\u00e4t, redig. von Prof. Mitro-phanoff. Lieferung XXIX. Warschau 1903. Ss. 1\u201418..\nDer Autor weist in dieser Arbeit auf die wichtigen Eigent\u00fcmlichkeiten hin, welche der ausschliessliche Fall eines polyf\u0153talen Blastoderms des H\u00fchnchens bot. Derselbe enthielt innerhalb eines hellen Feldes 4 gesonderte Bildungscen-","page":205},{"file":"p0206.txt","language":"de","ocr_de":"206\nB I B L I O fl K A P D I E\ntra, wobei in 3 derselben sich die Primitivstreifen entwickelt hatten und einer davon ein doppelter war. Das Ei wurde im Incubator 24 St. lang bebr\u00fctet, nachdem die Mitte des noch undifferencirten Blastoderms mit einer gl\u00fchend gemachten Roux\u2019schen Nadel ausgebrannt worden war. Die Henne welche dieses Ei gelegt hatte, war zu Misgeburten geneigt. Nachdem der Autor eine ausf\u00fchrliche Beschreibung der vorliegenden Misgeburt nach einem ebenen Pr\u00e4parat sowie nach Schnitten gegeben, spricht er sich dahin aus, dass man hier ein Object vor sich hat, in welchem innerhalb eines hellen Feldes 4 Bezirke entstanden waren; in einem davon hatte sich ausser einem entwickelten Primitivstreifen noch ein supplement\u00e4rer kleinerer gebildet, der aber jedenfalls den F\u0153tus eines besonderen Individuums vorstellte, so dass dieser ganze Bezirk samrnt dem supplement\u00e4ren Teil gleichsam eine polyf\u0153tale Misgeburt zweiter Ordnung vorstellt. In 3 Centren ist je ein Primitivstreifen zu sehen, w\u00e4hrend in dem rechten oberen\u2014die Bildungsprocesse stehen geblieben sind, nachdem sie nur locale ektodermische Verdickungen gebildet haben; doch wird auch dieser Teil als ein selbst\u00e4ndiger bildender Bezirk angesehen. Somit hat man hier, dem Autor nach, ein complexes System von Individuen, welche im Bereiche eines einzelnen Organismus, eines einzigen Blastoderms, entstanden sind, aber eine gewisse histologische Individualisation besitzen; dies ist aus den untersuchten Grenzgebieten der einzelnen Bezirke ersichtlich, wo der Dotterentoderm \u00fcberall das Bild von Duval\u2019s <vorderer Sichel\u00bb, n\u00e4mlich einer von dem fr\u00fcher hier gewesenen Embryonalwall zur\u00fcckgelassenen Spur, darbietet. Diese Selbst\u00e4ndigkeit in der Entwicklung tritt auch noch in der Verschiedenartigkeit der Winkel, unter denen die F\u0153ti zu einander stehen, hervor. Der Autor weist im weiteren darauf hin, dass der von ihm beschriebene Fall zu keiner der bekannten teratologischen Theorien passt, d. h. sich weder durch Geoffroy de St.-Hilaire's Gesetz der Verbindung \u00e4hnlicher Teile (loi d\u2019union des parties similaires), noch durch R\u00e4ubers Radiationstheorie, noch auch durch Gerlach's k\u00fcnstliche Teilung der polyf\u0153talen Misgeburten in solche, welche innerhalb eines, zweier oder mehrerer heller Felder (mono- und bi-areale Entwicklung) entstehen, erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Vorl\u00e4ufig h\u00e4lt der Autor mit seiner eignen Ansicht \u00fcber die Entstehung der Misgeburten, namentlich der polyf\u0153talen, zur\u00fcck und spricht sich zum Schl\u00fcsse ablehnend gegen Gerlach\u2019s Bifurcations-theorie aus, nach welcher die Spaltung des Vorderendes des Primitivstreifens oder der Primitivfurche als Folge einer secund\u00e4ren Spaltung des anf\u00e4nglich einfachen Foetus erscheint. Tur\u2019s Ansicht nach, sind derartige Misgeburten das Resultat einer von einander unabh\u00e4ngigen Individualisation zweier Primitivknoten. Die von diesen letzteren sich differencirenden 2 Streifen k\u00f6nnen im Schwanzende des helles Feldes mit einander verwachsen und das Bild eines gleichsam gespaltenen F\u0153tus geben. Ein solches Bild giebt der Autor am Ende seiner Arbeit, wo er einen Fall von doppelter Misgeburt in dem nach 17-st\u00fcndigem Bebr\u00fcten erreichten Stadium beschreibt: wir sehen hier 2 Primitivknoten, von denen 2 Streifen abgehen und allm\u00e4lig zu einem einzigen verschmelzen.","page":206}],"identifier":"lit36608","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"205-206","startpages":"205","title":"Zur Casuistik und Theorie der polyf\u0153talen Misgeburten. (Mit 9 Abbildungen im Text und 1 Tafel). Arbeiten aus dem zootomischen Laboratorium der warschauer Universit\u00e4t, redig. von Prof. Mitrophanoff. Lieferung XXIX. Warschau 1903. 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