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Ueber die Bedingungen des Rücktrittes der Darmflüssigkeiten (Galle, pankreatischer Saft und Darmsaft) in den Magen. (Pawlows's Labor.) St.- Petersubrg. 1904. Russisch

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{"created":"2022-01-31T16:38:14.065613+00:00","id":"lit36631","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Arbekoff, P.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 122-123","fulltext":[{"file":"p0122.txt","language":"de","ocr_de":"122\nBIBLIOGRAPHIE.\nwurden elektrisch, mechanisch und namentlich thermisch gereizt. Yerf. fand, dass der thermische Reiz (vermittels einer besonders konstruierten W\u00e4rmekammer f\u00fcr den Nerven) einen spezifischen Reiz f\u00fcr die gef\u00e4ssweiternden Fasern darstellt. Die Angabe Gr\u00fctzner\u2019s, nach welcher der thermische Reiz bloss bei der Reizung des Ischiadikus, nicht aber des Lingualis Erweiterung der Gelasse bewirkt, hat sich nach Yerf. als irrig erwiesen. Versuche mit einem entsprechend konstruierten Zungenplethysmographen zeigten, dass Reizung des Lingualis Erweiterung der Zungengef\u00e4sse bewirkt, Deshalb stellt Yerf. den Satz auf, dass in gemischten Nerven die gef\u00e4sserweiternden Fasern vermittels des thermischen Reizes nachgewiesen werden k\u00f6nnen. Was den Ischiadikus anbetrifft, so beweist Yerf., dass die in ihm enthaltenen diktatorischen Fasern, deren Wirkung man leicht durch thermische Reizung des Ischiadikus demonstrieren kann, nicht vom Sympathikus, sondern von den hinteren Spinalwurzeln stammen: die thermische Reizung des Bauchsympathikus bleibt ohne Resultat (elektrischer Reiz bewirkt Gef\u00e4sskontraktion), die thermische Reizung der entsprechenden hinteren Wurzeln dagegen ist in der Mehrzahl der F\u00e4lle (an Hunden und Katzen) von einer deutlichen Volumzunahme der unteren Extremit\u00e4t gefolgt. Insofern werden die Angaben von Bayliss best\u00e4tigt. Die in den hinteren Wurzeln verlaufenden Fasern, deren Reizung diktatorischen Effekt hat, werden vom Yerf. als zentrifugal und direkt ohne Vermittlung des Spinalganglions in den Ischiadikus verlaufend betrachtet. Die von Bayliss angegebene Lokalisation trophischer Zentren der Vasodilatatoren in den Spinalganglien wird bestritten.\nArbekoff. P. Ueber die Bedingungen des R\u00fccktrittes der Darmfl\u00fcssigkeiten (Galle, pankreatischer Saft und Darmsaft) in den Magen.\n(Pawlow's Labor.) St.-Peterburg. 1904. Russisch.\nArbekoff studirte die Wirkung der Reizung der Duodenal-und D\u00fcnndarmschleimhaut auf die reflektorische Schliessung des Pylorus. Es wurde an 3 Hunden experimentirt; der eine hatte eine Magenfistel und Duodenalfistel, die zwei anderen eine Magenfistel und eine Thiry-Vella\u2019sche Fistel des Anfangsteils des D\u00fcnndarmes. Man goss 200 ccm. Wasser in den Magen und bestimmte nach Verlauf von 20 Minuten die Quantit\u00e4t der aus der Magenflstel austretenden Wasserreste. Dieses Kriterium des Pylorusschlusses wurde dann weiter in derselben Weise benutzt und gepr\u00fcft nach Einfuhren verschiedener Agentien in die eingangs genannten Darmanteile. Wird Provencer\u00f6l oder Seife durch die Fistelg\u00e4nge eingegossen, so wird immer ein Reflex auf den Pylorus im Sinne eines Schlusses konstatiert. Die n\u00e4here Analyse des Vorganges macht es wahrscheinlich, dass dabei die Spaltungsprodukte des Gels und der Seife von der Darmschleimhaut absorbirt werden, wodurch eine reflektorische safttreibende Wirkung auf die Magenschleimhaut ausge\u00fcht wird, der secernirte Magensaft tritt dann in den Darm und wirkt als Reiz f\u00fcr den reflektorischen Schluss des Pylorus. Im Einkl\u00e4nge mit dieser Vorstellung von den in Rede1 stehenden Vorg\u00e4ngen befinden sich die Versuche mit Eingiessen von Salzs\u00e4urel\u00f6sungen resp. Magensaft anderer Hunde in die Thiry-Yella'sche Fisteln: man erh\u00e4lt starken Pylorusschluss. Es gesellt sich aber hier eine neue Erscheinung","page":122},{"file":"p0123.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPH! E.\n123\nhinzu: es wirkt n\u00e4mlich die S\u00e4ure als starker Reiz, der reflektorisch die T\u00e4tigkeit der Leber, des Pankreas und der Darmdr\u00fcsen anregt; es sammeln sich deshalb alkalische Fl\u00fcssigkeiten (Galle, Pankreas- und Darmsaft), die die S\u00e4ure neutralisiren, wodurch der Pylorus ge\u00f6ffnet wird, und der Darminhalt in den Magen gelangen kann.\nTschirkowsky, W. Zur Frage \u00fcber die Innervation der Bewegungen der Pupille. Dissert. Kazan. 1904. Russisch.\nTschirkowsky pr\u00fcfte die Angabe von Marenghi, nach welcher bei Kaninchen mit durchschnittenem N. opticus eine Lichtreaktion der Pupillen bestehen soll. Es stellte sich heraus, dass die Pupillenreaktion, die man nach Durchschneiden des Sehnerven beobachten kann, keineswegs eine Lichtreaktion ist, und dass man also gar nicht von der M\u00f6glichkeit eines Reflexaktes durch das Ganglion ciliare resp. Ganglienzellen der Retina selbst sprechen darf; die Pupillenreaktion erweist sich immer als eine Reaktion auf sensible Reize verschiedener Art und muss deshalb als eine reflektorische T\u00e4tigkeit des pupillenerweiternden Apparates aufgefasst werden. Dieser Reflexakt kann hiermit nur dann zustande kommen, wenn der Sympathikus intakt bleibt. Wird dagegen letzterer durchschnitten, resp. das Ganglion sympathicum sup. ausgerottet, so bleibt der Reflex aus. Andererseits gelang es dem Verf. nachzuweisen, dass nach Durchsclmeidung des N. opticus und N. oculomotorius am Kaninchenauge Erweiterung der Pupille auf sensible Reize erfolgt. Dieses Resultat l\u00e4sst sich nicht vereinen mit der Ansicht von v. Bechterew, nach welchem die Pupillenerweiterung auf sensible Reize durch Nachlassen des Okulomotoriustonus geschehen soll. Andere Resultate bekam Verf. an Katzenaugen. Durchschneidet man hier den N. opticus, so bekommt man auf sensible Reize (falls das gesunde Auge geschlossen ist) keine Pupillenerweiterung. Dieser Unterschied zwischen der Pupillenreaktion auf sensible Reize des Kaninchen- und Katzenauges wird dadurch erkl\u00e4rt, dass nach dem Durchschneiden des N. opticus die Pupille bei der Katze sich maximal erweitert und deshalb auf Reize sich nicht mehr erweitern kann; dagegen erweitert sich die Kaninchenpupille unter \u00e4hnlichen Umst\u00e4nden nicht maximal. Diese Deutung wird best\u00e4tigt durch folgenden Versuch: man f\u00fchrt einer Katze Eserin ein und durchschneidet darauf den N. opticus, welche Operation jetzt nicht mehr die maximale Pupillenerweiterung erzeugt; sensible Reize rufen nunmehr ausnahmslos eine Erweiterung der Pupille hervor. Durch spezielle Versuche wird ausserdem bewiesen, dass der geschilderte Effekt der sensiblen Reizung auch nach Okulomotorius-durchschneidung bestehen bleibt, dagegen nach Sympathikusdurchsclmeidung immer ausbleibt.\nDanilewsky, B. Beobachtungen \u00fcber die subjektive Gesichtsempfindung im wechselnden magnetischen Felde. Wratschebnaja Gazeta. 1904. .V' 24. Russisch.\nDanilewsky best\u00e4tigt die Beobachtung von M\u00fcller, nach der man im wechselnden magnetischen Felde bestimmte Gesichtsempfindung (wellige, konzentrische, flimmernde Lichtbewegungen an der Peripherie des Gesichtsfeldes, ruhiges Gesichtsfeld im Zentrum) wahrnimmt, falls man ein Auge nahe ge-","page":123}],"identifier":"lit36631","issued":"1907","language":"de","pages":"122-123","startpages":"122","title":"Ueber die Bedingungen des R\u00fccktrittes der Darmfl\u00fcssigkeiten (Galle, pankreatischer Saft und Darmsaft) in den Magen. (Pawlows's Labor.) St.- Petersubrg. 1904. Russisch","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:38:14.065636+00:00"}

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