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{"created":"2022-01-31T16:20:57.661863+00:00","id":"lit36634","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Kaufmann, P.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 124","fulltext":[{"file":"p0124.txt","language":"de","ocr_de":"124\nBIBLIOGRAPHIE.\nnug an den Radiator lieranbringt. Es werden eigene Versuche, zum Beweise, dass die Ursache der Gesichtsempfindungen in der magnetischen Energie liegt, angef\u00fchrt.\nKaufmann, P. Ueber die doppelsinnige Leitungsf\u00e4higkeit der Nervenfaser.\nDissert. Petersburg. 1904. Russisch.\nKaufmann sucht die Frage nach der doppelsinnigen Leitungsf\u00e4higkeit des Nerven auf Grund der Beobachtung der negativen Schwankung zu beantworten. In der ersten Versuchsreihe wurden die nat\u00fcrlichen gemischten Nerven vorher k\u00fcnstlich < gereinigt\u00bb. Um letzeres zu erreichen, wurde folgendes bewerkstelligt. Schneidet man die vordere R\u00fcckenmarkswurzel dicht neben dem Intervertebralganglion durch, so m\u00fcssen s\u00e4mmtliche der vorderen Wurzel beigemischte zentripetale Fasern degenerieren, w\u00e4hrend die zentrifugalen intakt bleiben. Durchschneidet man anderseits die hinteren Wurzeln dicht neben dem R\u00fcckenmark, so degenerieren die zentrifugalen, und bleiben die zentripetalen Fasern der hinteren Wurzel intakt. Verf. reinigte auf diese Weise die Wurzelfasern an Hunden (an 9 Hunden sind die Operationen gl\u00fccklich abgelaufen) und untersuchte sie galvanometrisch 12\u201414 Tage nach der Operation. An Fr\u00f6schen konnte man die Reinigung auch an ganzen Nervenst\u00e4mmen vornehmen, indem man eine grosse Reihe vorderer und hinterer (zwischen Spinalganglion und R\u00fcckenmark) Wurzeln auf einer Seite durchschnitt resp. den Lumbalteil des R\u00fcckenmarks (mit Erhaltung der Spinalganglien) entfernte. In beiden F\u00e4llen resultierten Nerven mit intakt gebliebenen zentripetalen Fasern. An den gereinigten Wurzeln und Nerven wurden die elektromotorischen Kr\u00e4fte des Ruhestromes und der negativen Schwankung nach den \u00fcblichen Methoden gepr\u00fcft. Die bestimmten Gr\u00f6ssen an einem Nervenende wurden verglichen mit solchen am anderen Ende. Das Resultat dieser Versuche spricht f\u00fcr eine doppelsinnige Leitung der Nervenfaser. In einer zweiten grossen Versuchsreihe wurde zun\u00e4chst festgestellt, wie sich die negative Schwankung an einem aus 1, 2 u. s. w. bis 5 parallel angeordneten Froschischiadici zusammengesetzten Nervenkonvolut \u00e4ndert, wenn man den reizenden Strom nicht durch den ganzen Komplex von Nervenst\u00e4mmen, sondern durch 1, durch 2 u. s. w. Ischiadici sendet. Es stellte sich heraus, dass die Gr\u00f6sse der negativen Schwankung des Nervenstromes bei teilweiser Reizung der Nerven direkt proportional der Zahl der gereizten Fasern ist. Dieses Resultat, wrelches an und f\u00fcr sich von Bedeutung ist, wurde vom Verf. benutzt zur Entscheidung der Doppelsinnigkeit- Ein Nerv, in welchem die Zahl der zentripetalen und zentrifugalen Fasern sehr verschieden ist, muss im Falle, dass die Nerven den Reiz nur in einer Richtung leiten, eine verschiedene negative Schwankung ergeben, je nachdem wir denselben proximal reizen und distal zum Galvanometer ableiten, oder umgekehrt. Versuche am Lingualis und Hypo-glossus des Hundes f\u00fchrten zu dem Schluss, dass ein best\u00e4ndiger Unterschied in der Schwankungsgr\u00f6sse an einem und am anderen Nervenende nicht vorhanden ist; somit f\u00fchrt auch diese Versuchsreihe zu dem Resultat, dass der Nerv doppelsinnig leitet. Ueber Methodik, Kontrollversuche, Vorsichtsmassre-geln s. Orig.","page":124}],"identifier":"lit36634","issued":"1907","language":"de","pages":"124","startpages":"124","title":"Ueber die doppelsinnige Leitungsf\u00e4higkeit der Nervenfaser. Dissert. Petersburg. 1904. Russisch","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:20:57.661869+00:00"}
