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Zur Frage über die Zuckerbildung in der isolirten Leber bei Durchleitung Ringer-Locke'scher Flüssigkeit durch die Gefässe derselben. Russkj [corr: Ruskij] Wratsch. 1904. No. 21

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{"created":"2022-01-31T16:38:16.089546+00:00","id":"lit36637","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Iwanoff, K.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 126-127","fulltext":[{"file":"p0126.txt","language":"de","ocr_de":"126\nB I B L I 0 0 K A P II I E.\nflexe auf die Speicheldr\u00fcsen. Weitere sehr interessante Details und Auseinandersetzungen s. im Orig.\nSokoloff, A. Zur Analyse der sekretorischen Arbeit des Hundemagens.\nPawlow\u2019s Laboratorium in S.-Petersburg. 1904. Russisch.\nSokoloff f\u00fchrte eine grosse Anzahl von Versuchen an 2 Hunden aus, die sehr komplizierte chirurgische Operationen \u00fcberlebt hatten. Der Magen wurde unter Schonung der Nerven in einen grossen und einen kleinen Teil zerlegt; von beiden Teilen f\u00fchrte nach aussen eine Fistel. Sp\u00e4ter wurde eine Duodenalfistel angelegt. Drittens wurde in eigenartiger Weise eine volle Trennung des Pylorus vom Duodenum bei erhaltener Innervation vorgenommen. Nach Einf\u00fchrung verschiedener Nahrungsmittel in den Magen (auf nat\u00fcrlichem Wege oder durch die Fistel) wurde eine k\u00fcnstliche Verbindung zwischen Magen und Duodenalfistel vermittels Gummi-Glasr\u00f6hren geschaffen. Hunde \u00fcberleben derartige Eingriffe in den normalen Verdauungsakt sehr gut und gedeihen dabei tadellos. Aus der sehr grossen Anzahl der ausgef\u00fchrten Experimente seien hier nur folgende erw\u00e4hnt: f\u00fcttert man den Hund und schliesst die Fistel\u00f6ffnung der grossen Magenabteilung, so kann man die Verdauungst\u00e4tigkeit des Magens bei absolut gehindertem Abfluss der Verdauungsprodukte verfolgen. Das vom Hunde verzehrte Fleisch bewirkt unter dieser Bedingungen eine geringgradige Steigerung der sekretorischen T\u00e4tigkeit der Magendr\u00fcsen und verl\u00e4ngert die sekretorische Periode. Verf. schliesst auf Grund von Erw\u00e4gungen, dass dabei eine Resorption seitens der Magenschleimhaut absolut fehlt, was darauf hinweist, dass die Produktion des Magensaftes reflektorisch durch Reizung der Magenschleimhaut seitens der im Fleische enthaltenen reizenden Agenzien und nicht vom Blute aus durch irgend welche resorbierten Produkte zustande kommt. In einer anderen Versuchsreihe wurde dieselbe Fleischmenge durch die Duodenalfistel direkt in den Darm eingef\u00fchrt; es entwickelte sich danach bloss eine sehr geringe Magensaftproduktion, w\u00e4hrend die Resorption vom Darme aus leicht von statten ging. Dieser Versuch spricht im Einklang mit dem vorigen gegen die Annahme einer Reizung der Magendr\u00fcsen vom Blute aus. Weiter wurde die Wirkung des Fettes auf die Magensekretion analysiert. Dem Hunde wurde durch die Duodenalfistel Fett in den Darm, nach einer Stunde in die grosse Magenabteilung Fleisch eingef\u00fchrt. W\u00e4hrend der ganzen Verdauungsperiode wurde der Saft aus der kleinen Magenabteilung gesammelt und sp\u00e4ter analysiert. Als Kontrollversuch wurde in den Darm sowohl als, nach einer Stunde, in die grosse Magenabteilung Fleisch einge-f\u00fchrt. Das Fett zeigte vom Darme aus eine stark hemmende Wirkung auf die Magensaftsekretion. In einem Versuche wurde durch das vor 1 Stunde in den Darm eingef\u00fchrte Fett der Anfang der Magensekretion bis auf 1% Stunden verschoben; die darauf entstandene Sekretion war schwach und lieferte einen fermentarmen Saft. Weiteres s. im Orig.\nIwanoff, K. Zur Frage \u00fcber die Zuckerbildung in der isolirten Leber bei Durchleitung Ringer-Locke\u2019scher Fl\u00fcssigkeit durch die Gef\u00e4sse derselben. Russkj Wratsch. 1904. JV\u00b0 21.\nIwanoff leitete durch die Gef\u00e4sse einer ausgeschnittenen Kaninchenleber Ringer-Locke\u2019sche Fl\u00fcssigkeit (mit 0,09% Glukosegehalt) hindurch und fand,","page":126},{"file":"p0127.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n127\ndass nach 1 Stunde in der Fl\u00fcssigkeit eine bedeutende Zunahme der Zuckermenge stattfindet, bis 0,17\u20140,19%- Eine derartige Zunahme wird aber bloss an glykogenreichen Lehern beobachtet. Chloroform bleibt ohne Einfluss auf die Zuckerbildung, Chinin hemmt und Strychnin beschleunigt dieselbe.\nBuchstab, I. Die Arbeit der Bauchspeicheldr\u00fcse nach der Durchschneidung der Vagi und der Eingeweidenerven. Pawlow\u2019s Laboratorium. Dissert. S.-Petersburg. 1904.\nBuchstab experimentierte an einem Hunde, an dem zu verschiedenen Zeiten folgende Operationen ausgef\u00fchrt worden waren: 1) chronische Pankreasfistel nach Pawlow; 2) vollst\u00e4ndige Trennung des Magens vom Duodenum, mit einer nachtr\u00e4glichen Gastroenterostomose zwischen Magen und Duodenum; die Trennung wurde vorgenommen, um die Vagusfasern, die auf dem Wege des Pylorus zum Pankreas ziehen, zu durchschneiden; 3) Durchschneidung der Nn. splanchnici majores; 4) Durchschneidung der Vagi unterhalb des Diaphragma. Vor der ersten Operation und zwischen den Operationen wurde der Pankreassaft unter verschiedenen Bedingungen gesammelt und untersucht; die \u00c4nderungen der Saftproduktion nach den erw\u00e4hnten Operationen und Nerven-durchschneidungen konnten dann f\u00fcr die Lehre von der Pankreasinnervation verwertet werden. Verf. stellte fest, dass die Pankreasfunktion vom zentralen Nervensystem in hohem Grade unabh\u00e4ngig ist; die F\u00e4higkeit der Fermentbildung gellt beim Pankreas nach der Vagus- und Splanchnicusdurchschneidung nicht verloren. Die Vagi und Splanchnici \u00fcben einen hemmenden Einfluss auf die Pankreassekretion aus, der im normalen Absonderungsprozess eine Rolle spielt, jedoch nur bei Einwirkung einiger Sekretionserreger, z. B. der Seifen. Deshalb erfolgt nach Durchschneidung der genannten Nerven bei Einwirkung einiger Agenzien eine Steigerung, bei Einwirkung anderer dagegen ein Sinken der Saftproduktion. Der Gehalt an Fermenten im Pankreassafte wird im allgemeinen durch die Eigenschaften der reizenden Agenzieu bestimmt; ein Ner-veneinfluss ist jedoch nicht zu verkennen: die Nerven regulieren das Verh\u00e4ltnis zwischen der Schnelligkeit der Absonderung und der Fermentmenge. Jedenfalls spielen im normalen Prozesse die Nerven die Rolle eines Mechanismus, der mehr f\u00fcr feinere Aufgaben seitens der Dr\u00fcsent\u00e4tigkeit bestimmt ist. Tschaaowetz. Darstellung der elektrischen Erscheinungen der lebenden Gewebe vom Standpunkte der neuesten physiko-chemischen Theorien. S.-Petersburg. 1903.\nTschagowetz der bereits 1896 zuerst auf die M\u00f6glichkeit einer Erkl\u00e4rung der elektromotorischen Erscheinungen des lebenden Gewebes vom Standpunkte der Ionentheorie hinwies, giebt jetzt in einem ansehnlichen Werk eine zusammenfassende Darstellung des betreffenden Gegenstandes. Das Buch ist dem Anschein nach nicht bloss f\u00fcr Fachm\u00e4nner geschrieben, weil es unter anderem auch Auseinandersetzungen \u00fcber Anfangsgr\u00fcnde der physikalischen Chemie, wie z. B. die Analogie zwischen dem osmotischen Druck der L\u00f6sungen und dem Druck der Gase, die elekrolytische Dissoziation u. a. m. enth\u00e4lt. Die Literatur des behandelten Gegenstandes ist \u00fcberall ausf\u00fchrlich angef\u00fchrt und und kritisch beleuchtet. Das Buch enth\u00e4lt viel Sinnreiches und ist sehr lesenswert; leider eignet es sich sehr wenig zur Darstellung in Form eines kurzen Referates.","page":127}],"identifier":"lit36637","issued":"1907","language":"de","pages":"126-127","startpages":"126","title":"Zur Frage \u00fcber die Zuckerbildung in der isolirten Leber bei Durchleitung Ringer-Locke'scher Fl\u00fcssigkeit durch die Gef\u00e4sse derselben. Russkj [corr: Ruskij] Wratsch. 1904. No. 21","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:38:16.089552+00:00"}

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