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{"created":"2022-01-31T15:38:26.098101+00:00","id":"lit36642","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Kostin, S.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 128-129","fulltext":[{"file":"p0128.txt","language":"de","ocr_de":"128\nBIBLIOGRAPHIE.\nLewin, l. Zur Lehre von dem kreuzweisen Zusammenn\u00e4hen der Nerven.\nDissert. Kazan. 1904. Russisch.\nAusgehend von den Versuchen von Langley, der das Zusammenwachsen des zentralen Vagusstumpfes mit dem peripherischen (Hals-) Sympathikus erzielte, unternahm Lewin eine Reihe von Experimenten an Katzen, um den umgekehrten Fall zu pr\u00fcfen: es wurden am Halse zusammengen\u00e4ht der zentrale (thoracale) Abschnitt des Sympathikus mit dem peripheren Vagusstumpf. Trotz des erzielten, anatomisch nachgewiesenen Zusammenwachsens, war der physiologische Effekt der Versuche negativ, da man beim Reizen des Svmpa-thicovagus weder eine Drucksenkung noch eine Pulsverlangsamung, resp. Stillstehen des Herzens beobachten konnte. Eine zweckm\u00e4ssige \u00c4nderung der Versuchsanordnung in dem Sinne, dass man anstatt des ganzen Vagusstam.es bloss den N. laryngeus inf. mit dem thoracalen Sympathicus zusammenwachsen liess, f\u00fchrte zu positiven Resultaten. In s\u00e4mmtlichen F\u00e4llen, in denen die Dauer zwischen der Operation und dem Versuch \u00fcber die Nervenfunktion nicht weniger als 61 Tage betrug, pflegte die Stimmritzte eine mehr oder weniger normale Form anzunehmen; andererseits antwortete immer das Stimmband der operierten Seite sowohl auf direkte Reizung des N. sympathico-recurrens, wie auch auf reflektorische Reizung. Wichtig ist es, dass in manchen F\u00e4llen die Bewegung des Stimmbandes auch dann auftrat, wenn man das dem operierten Stimmbande entsprechende Kortikalzentrum reizte. Bei den beschriebenen Versuchen wurden s\u00e4mmtliche andere Kehlkopfnerven durschnitten, so dass der reflektorische und kortikale Effekt bloss der Funktion des zusammengewachsenen N. sympathico-recurrens zugeschrieben werden kann.\nSchajkewitsch, M. Physiologische Untersuchungen \u00fcber den Nucleus lentiformis. Dissert. S-Petersburg. 1903. Russisch.\nSchajkewitsch beschreibt eine Reihe von Versuchen an Hunden mit isolierter elektrischer Reizung des Linsenkerns. Die weit blossgelegten Heinis-ph\u00e4ren wurden schichtweise abgetragen und der zug\u00e4nglich gemachte Linsenkern gereizt; meistens aber stiess Verf. durch ein kleines Trepanationsloch zweckm\u00e4ssig konstruierte Elekroden in das Organ hinein und reizte dann dasselbe. Es stellte sich heraus, dass man dadurch immer an der der Reizung gegen\u00fcberliegenden Seite in den Extremit\u00e4ten und im Rumpf tonische und klonische Kr\u00e4mpfe, sowie eine Reihe charakteristischer Bewegungsercheinungen am Kopf und Schwanz zu sehen bekommt. Wichtig ist es, dass diese Erscheinungen auch dann auftreten (nur muss der Reiz st\u00e4rker gew\u00e4hlt werden), wenn die Pyramidenbahn zerst\u00f6rt ist, was noch einmal f\u00fcr die Ansicht spricht, dass motorische Impulse nicht bloss durch die Pyramidenbahn, sondern auch durch andere Bahnen fortgeleitet werden. Weiter gibt Verf. manche Einfl\u00fcsse der Reizung des Linsenkerns auf Zirkulation und Respiration an.\nKostin, S. Untersuchungen \u00fcber den Mechanismus und die Innervation der Atmung. I. Reflektorischer Ursprung der normalen Athemrytmik. (Physiol. Labor. Prof. B. Werigo). Odessa. 1903. Russisch.\nUm die Atmungsinnervation unter m\u00f6glichst einfachen und bestimmten Bedingungen untersuchen zu k\u00f6nnen, bem\u00fchte sich Kostin, die Verbindung der Med. oblongata mit den zu ihr hinziehenden zentripetalen Fasern mit Ausnahme der N. vagi zu beseitigen. Es wurde bei Kaninchen die Med. ob-","page":128},{"file":"p0129.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE\n129\nlongata 2\u20143 mm oberhalt) der Alae cinereae durchschnitten, die Vagi vermittels der ad\u00e4quaten Reizung durch Lnngendelmung erregt, und die Kontraktionen des Zwerchfelles registriert. Verf. stellte auf diese Weise gewisser-massen einen reflektorischen Bogen her, der aus Vagus, Zentrum, Phrenicus und Diaphragma bestand; die Trennung des verl\u00e4ngerten Markes vom R\u00fcckenmark wurde auf Grund von Marckwald\u2019s, vom Verf. best\u00e4tigten, Versuchen unterlassen. Als Hauptergebnis wild erstens hervorgehoben, dass die Lungendehnung bei intakten Vagis immer eine Hemmung der Diaphragmakontraktion bewirkt; nach der prim\u00e4ren Hemmung folgt dann eine Reihe verlangsamter und starker Kontraktionen. Was zweitens den Effekt des Zusammenfallens der Lunge anbetrifft, so h\u00e4ngt derselbe von den vorangehenden, sich wiederholenden. durch die k\u00fcnstliche Respiration bewirkten Lungendehnungen ab: waren dieselben nur schwach und kurzdauernd, so bewirkt das Aufh\u00f6ren der k\u00fcnstlichen Respiration, also das Zusammenfallen der Lunge, eine Reihe kurzer tetanischer, arhythmischer Kontraktionen des Zwerchfelles; war dagegen die k\u00fcnstliche Ventilation stark und andauernd, so folgt beim Einstellen derselben ein langdauernder Tetanus nach. Der Effekt des Zusammenfallens der Lunge wird gedeutet als ein Wegfall der durch vorherige Dehnungen hervorgerufenen Hemmung des Respirationszentrums vermittels der Vagi. Auf Grund seiner Versuche entwickelt Verf. folgende Vorstellung von der Innervation der Atmung bei einem in geschilderter Weise operierten Kaninchen. Durch die best\u00e4ndige autoehthone T\u00e4tigkeit des Atemzentrums entstehen tetanische Kontraktionen der Respirationsmuskeln. Sowie aber die Muskeln in T\u00e4tigkeit geraten, wird die Lunge gedehnt, wodurch auf dem Wege der Vagusreizung hemmende Einfl\u00fcsse auf das Zentrum ausge\u00fcbt werden. Wird bei der immer zunehmenden Lungendehnung der Zentrumreiz durch Hemmung bew\u00e4ltigt und das Zentrum ausser T\u00e4tigkeit gesetzt, so erfolgt eine passive Respiration, die Hemmung f\u00e4llt fort und das entlastete Zentrum ist jetzt imstande eine neue Inspiration zu bewirken. Diese Vorstellung wird bekr\u00e4ftigt durch Versuche, in welchen der Tetanus des Diaphragma durch k\u00fcnstliche Lungendehnung in eine normale Rhythmik \u00fcbergef\u00fchrt wurde.\nWischnewskij, A. Zur Frage \u00fcber die periphere innervation des Rectums. Physiol. Laboratorium. Kasan. 1903. Russisch. Dissertation.\nDurch zahlreiche Versuche an Hunden mit sorgf\u00e4ltigster Registration der Lumen\u00e4nderungen und Wandspannungen des Darmes suchte Wischnewskij die Folgen der Reizung der Nerven Hypogastricus und Erigens auf die Bewegungen des Dickdarmes und des Rektums aufzukl\u00e4ren. Im Gegensatz zu den Angaben Fellner\u2019'1 beweist Verf. vor allem, dass der N. erigens motorische Fasern sowohl f\u00fcr die L\u00e4ngs- als f\u00fcr die Ringmuskulatur des Darmes oberhalb des inneren Sphinkters enth\u00e4lt. In allen F\u00e4llen, bei positivem wie auch bei negativem Druck im Darme, bewirkt Reizung des N. erigens eine Kontraktion beider Muskelschichten und folglich Steigerung des inneren Druckes. Dieser Kontraktion geht zuweilen voran, zuweilen folgt ihr, eine Depression beider Muskelschichten. Untersucht man bloss die Region des inneren Sphinkters, so konstatiert man bei Reizung des N. erigens ausnahmslos Depression. Was\n9","page":129}],"identifier":"lit36642","issued":"1907","language":"de","pages":"128-129","startpages":"128","title":"Untersuchungen \u00fcber den Mechanismus und die Innervation der Atmung. I. Reflektorischer Ursprung der normalen Athemrytmik. (Physiol. Labor. Prof. B. Werigo). Odessa. 1903. Russisch","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T15:38:26.098106+00:00"}
