Open Access
{"created":"2022-01-31T15:04:50.875230+00:00","id":"lit36643","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Wischnewskij, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 129-130","fulltext":[{"file":"p0129.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE\n129\nlongata 2\u20143 mm oberhalt) der Alae cinereae durchschnitten, die Vagi vermittels der ad\u00e4quaten Reizung durch Lnngendelmung erregt, und die Kontraktionen des Zwerchfelles registriert. Verf. stellte auf diese Weise gewisser-massen einen reflektorischen Bogen her, der aus Vagus, Zentrum, Phrenicus und Diaphragma bestand; die Trennung des verl\u00e4ngerten Markes vom R\u00fcckenmark wurde auf Grund von Marckwald\u2019s, vom Verf. best\u00e4tigten, Versuchen unterlassen. Als Hauptergebnis wild erstens hervorgehoben, dass die Lungendehnung bei intakten Vagis immer eine Hemmung der Diaphragmakontraktion bewirkt; nach der prim\u00e4ren Hemmung folgt dann eine Reihe verlangsamter und starker Kontraktionen. Was zweitens den Effekt des Zusammenfallens der Lunge anbetrifft, so h\u00e4ngt derselbe von den vorangehenden, sich wiederholenden. durch die k\u00fcnstliche Respiration bewirkten Lungendehnungen ab: waren dieselben nur schwach und kurzdauernd, so bewirkt das Aufh\u00f6ren der k\u00fcnstlichen Respiration, also das Zusammenfallen der Lunge, eine Reihe kurzer tetanischer, arhythmischer Kontraktionen des Zwerchfelles; war dagegen die k\u00fcnstliche Ventilation stark und andauernd, so folgt beim Einstellen derselben ein langdauernder Tetanus nach. Der Effekt des Zusammenfallens der Lunge wird gedeutet als ein Wegfall der durch vorherige Dehnungen hervorgerufenen Hemmung des Respirationszentrums vermittels der Vagi. Auf Grund seiner Versuche entwickelt Verf. folgende Vorstellung von der Innervation der Atmung bei einem in geschilderter Weise operierten Kaninchen. Durch die best\u00e4ndige autoehthone T\u00e4tigkeit des Atemzentrums entstehen tetanische Kontraktionen der Respirationsmuskeln. Sowie aber die Muskeln in T\u00e4tigkeit geraten, wird die Lunge gedehnt, wodurch auf dem Wege der Vagusreizung hemmende Einfl\u00fcsse auf das Zentrum ausge\u00fcbt werden. Wird bei der immer zunehmenden Lungendehnung der Zentrumreiz durch Hemmung bew\u00e4ltigt und das Zentrum ausser T\u00e4tigkeit gesetzt, so erfolgt eine passive Respiration, die Hemmung f\u00e4llt fort und das entlastete Zentrum ist jetzt imstande eine neue Inspiration zu bewirken. Diese Vorstellung wird bekr\u00e4ftigt durch Versuche, in welchen der Tetanus des Diaphragma durch k\u00fcnstliche Lungendehnung in eine normale Rhythmik \u00fcbergef\u00fchrt wurde.\nWischnewskij, A. Zur Frage \u00fcber die periphere innervation des Rectums. Physiol. Laboratorium. Kasan. 1903. Russisch. Dissertation.\nDurch zahlreiche Versuche an Hunden mit sorgf\u00e4ltigster Registration der Lumen\u00e4nderungen und Wandspannungen des Darmes suchte Wischnewskij die Folgen der Reizung der Nerven Hypogastricus und Erigens auf die Bewegungen des Dickdarmes und des Rektums aufzukl\u00e4ren. Im Gegensatz zu den Angaben Fellner\u2019'1 beweist Verf. vor allem, dass der N. erigens motorische Fasern sowohl f\u00fcr die L\u00e4ngs- als f\u00fcr die Ringmuskulatur des Darmes oberhalb des inneren Sphinkters enth\u00e4lt. In allen F\u00e4llen, bei positivem wie auch bei negativem Druck im Darme, bewirkt Reizung des N. erigens eine Kontraktion beider Muskelschichten und folglich Steigerung des inneren Druckes. Dieser Kontraktion geht zuweilen voran, zuweilen folgt ihr, eine Depression beider Muskelschichten. Untersucht man bloss die Region des inneren Sphinkters, so konstatiert man bei Reizung des N. erigens ausnahmslos Depression. Was\n9","page":129},{"file":"p0130.txt","language":"de","ocr_de":"130\nBIBLIOGRAPHIE.\ndie Funktion der sympatisclien Fasern anbetrifft, so gelangte Yerf. auf Grund der Versuche mit Reizung des Hypogastricus zu dem Schluss, dass f\u00fcr den Erfolg der Reizung der Zustand des Darmes massgebend ist: ist der Tonus des Darmes stark, so erfolgt nach Reizung des Hypogastricus eine deutliche Relaxation beider Muskellagen des Darmes; ist dagegen der Tonus schwach, so beobachtet man entweder keinen Effect, oder dann und wann eine unbedeutende Kontraktion. Dieser Befund ist insofern wichtig, als er viele widersprechende Angaben fr\u00fcherer Autoren \u00fcber diesen Gegenstand vers\u00f6hnt. In der Region des inneren Sphinkters bewirkt die Reizung des Hypogastricus Kontraktion.\nSiehle, M. Experimentelle Untersuchungen zur Frage \u00fcber die Physiologie des Brustabschnittes des Vagus in Verbindung mit der Frage \u00fcber die akute Lungenbl\u00e4hung. Russkij Wratsch. 1903. Vs 31, 32. Physiol. Laborat. Prof. B. Werigo in Odessa.\nUm zu ermitteln, welchen Einfluss die periphere Vagusreizung auf das Lumen der Bronchien aus\u00fcbt, liess Siehle Hunden im Apno\u00ebzustande Luft unter bestimmtem Druck durch den rechten Bronchus vermittels einer besonders konstruierten Sonde in die Lunge eintreiben, und maass die Schnelligkeit, mit der die Luft durchstrich, vor und w\u00e4hrend der Vagusreizung. Um den Einfluss der A agusreizung auf den Kreislauf auszuschliessen, schnitt Verf. s\u00e4mmtliche Herz\u00e4ste des Vagus durch, wobei es ihm gelang, die Durchschneidung auch ohne Verletzung der Pleura, bloss durch vorsichtiges Eindringen durch die obere Brustapertur, zu erzielen. Es erwies sich, dass das Eintreten der Luft in manchen F\u00e4llen w\u00e4hrend der Vagusreizung fast 11 ._> mal so lange dauerte wie vor der Reizung, was f\u00fcr die Verengerung der Bronchien durch Reizung des Vagus spricht. Es werden \u00fcbereinstimmende Versuche mit Austreibung der Luft aus der Lunge mitgeteilt und die Frage nach der Ursache der Lungenbl\u00e4hung diskutiert.\nWlassoff, N. Die Innervation der Harnblasenbewegungen. Dissert. Kasan. 1903. Russisch.\nWlassoff reizte den N. erigens und X. hypogastricus und. beobachtete die hierbei auftretenden \u00c4nderungen: 1) der Blasenspannung, sowie 2) des durch die Urethra austretenden Strahles. Die Versuche wurden an kurarisierten Hunden angestellt. Die F\u00fcllung der Blase mit Fl\u00fcssigkeit, sowie anderseits die Ueber-tragung der Blasenspannung auf das Schreibwerk geschah vermittels einer und derselben Kan\u00fcle, die in den Blasenapex durch einen kleinen Einschnitt eingef\u00fchrt und hier befestigt war; in den Versuchen mit dem ausfliessenden Strahl war eine Kan\u00fcle in die Urethra eingef\u00fchrt. In s\u00e4mmtlichen Versu chen war die motorische Funktion des N. erigens und N. hypogastricus sehr deutlich zu sehen. Irgend eine hemmende Wirkung wurde nicht beobachtet. Wird die Blasenspannung gesteigert, so bewirkt die Reizung des N. hypogastricus eine Unterbrechung des durch die Urethra fliessenden Strahles, wohingegen eine unter denselben Versuchsbedingungen erzeugte Reizung des X. erigens eine Verst\u00e4rkung des Strahles und eine vollst\u00e4ndige Entleerung der Blase zur Folge hat. Die Oeffnung des Sphinkters bei Erigensreizung erfolgt auf Grund anatomischer Eigent\u00fcmlichkeiten in der Verteilung der Muskelb\u00fcndel des De-","page":130}],"identifier":"lit36643","issued":"1907","language":"de","pages":"129-130","startpages":"129","title":"Zur Frage \u00fcber die periphere Innervation des Rectums. Physiol. Laboratorium. Kasan. 1903. Russisch. Dissertation","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T15:04:50.875236+00:00"}
