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{"created":"2022-01-31T16:22:11.680256+00:00","id":"lit36658","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Bulavinzeff, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 134","fulltext":[{"file":"p0134.txt","language":"de","ocr_de":"134\nBIBLIOGRAPHIE.\nHeiman untersuchte bei tracheotoraierten und kuraresierten Hunden, bei denen die Speichelg\u00e4nge freipr\u00e4pariert und mit Kan\u00fclen versehen waren, den Einfluss chemischer, auf verchiedene Teile der Mundschleimhaut applizierter Reize aut die Speichelsekretion. Die verschiedenen Schleimhautteile verhalten sich bei parzieller Reizung (Betupfen mit einem mit dem entsprechenden Reizmittel getr\u00e4nkten Wattebausch) verschieden. Die Zungenschleimhaut erwies sich empfindlich gegen chemische Reize, ganz besonders \"die der Zungen wurzel, dann des Gaumens, sowie des Mundbodens vor dem Frenulum linguae\" Eine besondere Stellung nahmen die bitteren und s\u00fcssen Reizmittel ein, welche bloss bei Reizung der Zungenspitze wirksam waren. Die Schmerzempfindlichkeit (Speichelsekretion nach Applikation des Gl\u00fcheisens auf verschiedene Schleimhautpunkte) war im allgemeinen in s\u00e4mtlichen Punkten der Mundschleimhaut von gleichem Grade. Gegen thermische und mechanische Reize erwies sich am meisten empfindlich die Zungenwurzel, am wenigsten die Wangenschleimhaut. Pulverf\u00f6rmige Agenzien, wie z. B. Fleischpulver, Zwiebackpulver, wirken starker im trockenen Zustande als im feuchten. Die peripherischen Nervenendigungen besitzen spezifische Erregbarkeit bez\u00fcglich verschiedener Reizagenzien: die einen sind empfindlicher gegen mechanische, die anderen gegen chemische Reize u. s. w.\nBulavinzeff, A. Psychischer Magensaft des Menschen. Diss. S.-Peters-\nburg. 1903. Russisch.\nDurch eine etwa 20 min. lange Reizung passender Versuchspersonen durch Anblick und Geruch von Speisen, sowie verschiedener Appetit erregender Manipulationen (Zubereitung von Speisen u. a.) wurde die Sekretion des \u00abpsychischen\u00bb Magensaftes eingeleitet; letzterer wurde darauf ausgehebert und von Bulavinzeff untersucht: die Azidit\u00e4t war 0,2%, die Verdauungskraft etwa 8 mm. nach Mett.\nGensei, E. Antipepsin, als Ursache der Nichtselbstverdauung des Magens.\n(Labor, f. physiol. Chemie v. A. Danilewskij). Diss. S.-Petersburg.\n1903.\nGensei verfolgte die Angabe A. Danilewskij\u2019s, nach welcher die Magenschleimhaut eine Substanz liefert, die die Nichtselbstverdauung des Magens erkl\u00e4ren soll. Extrakte von Schweinemagenschleimhaut wirken stark antipeptisch auf Gr\u00fcbler\u2019sches Pepsin. Die antipeptische Wirkung konnte durch Aufkochen der extrahierten Fl\u00fcssigkeit zum Zwecke der Abt\u00f6tung des in ihr eventuell enthaltenen Pepsins noch weiter gesteigert werden. (Die antipeptische Wirkung selbst wird auch durch sehr langes Kochen des Extraktes nicht geschw\u00e4cht). Verf. h\u00e4lt eine besondere Substanz (Antipepsin) f\u00fcr das Wirksame. Dieselbe wird durch Alkohol, Bleiessig, Phosphorwolframs\u00e4ure nicht gef\u00e4llt; es ist eine organische, augenscheinlich nicht einweissartige Substanz. Antipepsin (auch im Hundemagen vorhanden) befindet sich in s\u00e4mtlichen Schichten der Magenschleimhaut, besonders aber im Epithel. Auch andere Organe: Leber, Nieren, Milz, Herz, Muskeln enthalten dasselbe. Die Wirkung des Trypsins wird durch Antipepsin nicht nur nicht gehemmt, sondern eher beschleunigt.","page":134}],"identifier":"lit36658","issued":"1907","language":"de","pages":"134","startpages":"134","title":"Psychischer Magensaft des Menschen. Diss. S.- Petersburg. 1903. Russisch","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:22:11.680261+00:00"}
