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{"created":"2022-01-31T14:49:24.238557+00:00","id":"lit36662","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Zitowitsch","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 136-137","fulltext":[{"file":"p0136.txt","language":"de","ocr_de":"136\nBIB LIOGRAP HIE.\nVerfasser studierte die Wirkung des Digitalins, Convallamarins, Strophantins, Koffeins, Alkohols, Veratrins, Arekolins, Pilokarpins, der Blaus\u00e4ure auf das isolirte Herz des Kaninchens, nach der Metode von Langendorfi-Locke. Um die Wirkung dieser Gifte auf das isolirte Herz zu erlernen, liess Verl, bald^ die reine N\u00e4hrfl\u00fcssigkeit, bald mit einem von den Giften in bestimmter Konzentration versetzte durchfliessen. Die Herzkontraktionen wurden auf einen unendlichen Papierstreifen des Kimographions mittelst des Marey-schen Miographen eingeschrieben, welcher durch einen Platinhaken mit der Spitze der linken Herzkammer verbunden war.\nAus den vorgelegten Diagrammen ersieht man. dass Digitalin alle Wirkungen ergiebt, welche den Herzmitteln eigent\u00fcmlich sind. Die Herzschl\u00e4ge verminderten sich in der therapeutischen Periode, in der folgenden Periode vermehrten sie sich. Die St\u00e4rke der Herzkontraktionen in einigen Versuchen vergr\u00f6sserte sich beinahe auf das Doppelte. Die Versuche mit Con-vallamarin gaben im allgemeinen \u00e4hnliche Resultate; die Verminderung der Herzschl\u00e4ge erreichte in der therapeutischen Periode meist 14 Schl\u00e4ge in der Minute, und die Kontraktionskraft war schw\u00e4cher als beim Gebrauche von Digitalin. Strophantin wirkt auf das Herz viel st\u00e4rker als Digitalin. Koffein in schwachen Konzentrationen \u00fcbt fast keine Wirkung aus. Starke Konzentration vermindert bald die Kraft und ruft Stillstand her vor; beim Durchl\u00e4ssen der N\u00e4hrfl\u00fcssigkeit wird die Herzth\u00e4tigkeit wieder normal. Es sei erw\u00e4hnt, dass in der V irkung des Koffeins auf das Herz eine Eigent\u00fcmlichkeit beobachtet wird, n\u00e4mlich: nach dem Durchl\u00e4ssen des Koffeins scheint das Herz f\u00e4higer ^ zu sein der Wirkung anderer Gifte zu widerstehen. Alkohol in schwachen Konzentrationen hatte keine Verst\u00e4rkung der Herzkontraktionen zur Folge, bei starken aber wurden diese etwas st\u00e4rker. Veratrin in schwacher Konzentration bewirkt Verst\u00e4rkung und Verl\u00e4ngerung der Kontraktionen, welche im Verh\u00e4ltniss zur Dauer der Einwirkung und der Konzentrationsst\u00e4rke sich vermindern, und bald tritt Arhythmie ein. Blaus\u00e4ure giebt nur eine geringe Verl\u00e4ngerung und eine stufenm\u00e4ssige Verkleinerung der Kontraktionskraft. Eine starke Konzentration ruft Stillstehen das Herzens hervor. Arecolin bewirkt sehr bald dasselbe. Beim Durchl\u00e4ssen von Atropin durch das Herz, selbst in starken Konzentrationen, wird Stillstelien nicht beobachtet. Pilokarpin giebt dasselbe Wirkungsbild wie Arecolin. Ausserdem machte Verf. Versuche die Menge der Kohlens\u00e4ure, welche das Herz ausscheidet, zu bestimmen, um die Abh\u00e4ngigkeit derselben von der Giftwirkung festzustellen; aber diese Versuche gaben keine bestimmten Resultate.\nZitowitsch. Ueber den Einfluss des Pilokarpins auf die Sekretion der Magendr\u00fcsen. Bolnitschn. Gaseta Botkina. 1902. JY2JY2 26, 27.\nEine Reihe von Versuchen, welche der Verfasser ausgef\u00fchrt hat, ergab folgende Resultate:\na)\tPilokarpin hat in Beziehung zu der Magendr\u00fcsensekretion seine gew\u00f6hnliche safttreibende Wirkung.\nb)\tDie Zeit der Saftsekretion und die Menge derselben h\u00e4ngen von der Gr\u00f6sse der eingespritzten Dose ab. Die Stromschnelligkeit der Wirkung des Pilokarpins variirt bei verschiedenen Individuen.","page":136},{"file":"p0137.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n137\nc)\tDie Sekretion des Speichels und des Schleims erfolgt bei kleinen Dosen Pilokarpin viel schneller als die Sekretion des Magensafts.\nd)\tDie Acidit\u00e4t des Magensaftes und die Verdauungskraft sind der Menge der Magensekretion proportional.\ne)\tPilokarpindosen setzen die Acidit\u00e4t und die Verdauungskraft des Magensaftes nicht herab.\nDiatschenko. Ueber die Anwendung von Atropins bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit. Bolnitschn. Gaseta Botkina. 1902. JVsV 8 u. 9.\nDer Gebrauch von Atropin bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit erreicht seinen Zweck nur in seltenen F\u00e4llen, und ist bei incarcerirten Br\u00fcchen u. s. w. ohne Erfolg, wenn operative Hilfe geboten ist. Dieses Mittel ist bei Darm-verstopfung, bei Gallen- und Nierengicht angezeigt.\nStawsky. Ueber die Atropinanwendung bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit. Me-dizinsk. Obozrenie. 1903. S. 676.\nNachdem Verf. eine reichhaltige Literatur \u00fcber diese Frage angef\u00fchrt hat, beschreibt er seine eigenen Beobachtungen und erkl\u00e4rt, dass Atropin bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit ein sehr gutes Mittel vorstelle, und in solchen F\u00e4llen angewandt werdeip solle, wo aus irgend einem Grunde zur Laparotomie nicht geschritten werden kann.\nArtemoff. Ueber die Anwendung von Herompr\u00e4paraten in der psychiatrischen Praxis.\nHeroin sei bei Depressionszust\u00e4nden ein gutes Mittel, welches auf die Intensit\u00e4t der Herzschl\u00e4ge beruhigend wirkt, auf den allgemeinen Gang der Krankheit aber keine Wirkung aus\u00fcbt und den Gang der Krankheit nicht verk\u00fcrzt.\nSkor\u00fcchoff. Ueber die Anwendung von Brucin in der Augenpraxis.\nInaug.-Dissert. S.-Petersburg. 1903.\nStrychnin wird schon l\u00e4ngst in der Augenpraxis angewandt, Brucin aber, welches weniger giftig als Strychnin ist, findet bisher nur wenig Anwendung in der Augentherapie. Nach den Angaben des Verfassers und vieler anderer Autoren, welche sich dieses Mittels bedient haben, verdient es ernste Ber\u00fccksichtigung. Der Meinung des Verfassers nach k\u00f6nne Brucin als selbstst\u00e4ndiges Mittel gegen Amblyopie, Ataxie nerv\u00f6sen Ursprungs, bei Neuritis retrolobularis acut und chronic., bei einfacher und neuritischer, nichtprogressiver, Atrophie, bei Retinitis pigmentosa, bei L\u00e4hmungen und Paresen mit Erfolg angewandt werden. In jedem Falle habe Brucin einen Vorzug vor dem Strychnin: der Blutabfluss wird beschleunigt, die Gewebeern\u00e4hrung verbessert, die Resorption der verschiedenen pathologischen Produkte energischer. Als Contraindikation zum Brucingebrauche seien akute Entz\u00fcndungszust\u00e4nde des Auges anzusehen.\nLadijensky. Heroin und Kodein und deren pharmakologische vergleichende Wirkung auf den Tierorganismus. Inaug. Disser. Dorpat. 1901.\nVerfasser widmete seine Arbeit Versuchen \u00fcber die pharmakodynamischen Eigenschaften des Kode\u00fcns, um dessen Wirkung auf den allgemeinen Zustand der kalt- und warmbl\u00fctigen Thiere zu erforschen und dessen Wirkung auf das Herz und das vasomotorische Centrum, auf die Gef\u00e4sse und das Nerven-","page":137}],"identifier":"lit36662","issued":"1907","language":"de","pages":"136-137","startpages":"136","title":"Ueber den Einfluss des Pilokarpins auf die Sekretion der Magendr\u00fcsen. Bolnitschn. Gaseta Botkina. 1902. No. 26, 27","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:49:24.238563+00:00"}
