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{"created":"2022-01-31T16:39:04.440064+00:00","id":"lit36667","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Ladijensky","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 137-138","fulltext":[{"file":"p0137.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n137\nc)\tDie Sekretion des Speichels und des Schleims erfolgt bei kleinen Dosen Pilokarpin viel schneller als die Sekretion des Magensafts.\nd)\tDie Acidit\u00e4t des Magensaftes und die Verdauungskraft sind der Menge der Magensekretion proportional.\ne)\tPilokarpindosen setzen die Acidit\u00e4t und die Verdauungskraft des Magensaftes nicht herab.\nDiatschenko. Ueber die Anwendung von Atropins bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit. Bolnitschn. Gaseta Botkina. 1902. JVsV 8 u. 9.\nDer Gebrauch von Atropin bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit erreicht seinen Zweck nur in seltenen F\u00e4llen, und ist bei incarcerirten Br\u00fcchen u. s. w. ohne Erfolg, wenn operative Hilfe geboten ist. Dieses Mittel ist bei Darm-verstopfung, bei Gallen- und Nierengicht angezeigt.\nStawsky. Ueber die Atropinanwendung bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit. Me-dizinsk. Obozrenie. 1903. S. 676.\nNachdem Verf. eine reichhaltige Literatur \u00fcber diese Frage angef\u00fchrt hat, beschreibt er seine eigenen Beobachtungen und erkl\u00e4rt, dass Atropin bei Darmundurchg\u00e4ngigkeit ein sehr gutes Mittel vorstelle, und in solchen F\u00e4llen angewandt werdeip solle, wo aus irgend einem Grunde zur Laparotomie nicht geschritten werden kann.\nArtemoff. Ueber die Anwendung von Herompr\u00e4paraten in der psychiatrischen Praxis.\nHeroin sei bei Depressionszust\u00e4nden ein gutes Mittel, welches auf die Intensit\u00e4t der Herzschl\u00e4ge beruhigend wirkt, auf den allgemeinen Gang der Krankheit aber keine Wirkung aus\u00fcbt und den Gang der Krankheit nicht verk\u00fcrzt.\nSkor\u00fcchoff. Ueber die Anwendung von Brucin in der Augenpraxis.\nInaug.-Dissert. S.-Petersburg. 1903.\nStrychnin wird schon l\u00e4ngst in der Augenpraxis angewandt, Brucin aber, welches weniger giftig als Strychnin ist, findet bisher nur wenig Anwendung in der Augentherapie. Nach den Angaben des Verfassers und vieler anderer Autoren, welche sich dieses Mittels bedient haben, verdient es ernste Ber\u00fccksichtigung. Der Meinung des Verfassers nach k\u00f6nne Brucin als selbstst\u00e4ndiges Mittel gegen Amblyopie, Ataxie nerv\u00f6sen Ursprungs, bei Neuritis retrolobularis acut und chronic., bei einfacher und neuritischer, nichtprogressiver, Atrophie, bei Retinitis pigmentosa, bei L\u00e4hmungen und Paresen mit Erfolg angewandt werden. In jedem Falle habe Brucin einen Vorzug vor dem Strychnin: der Blutabfluss wird beschleunigt, die Gewebeern\u00e4hrung verbessert, die Resorption der verschiedenen pathologischen Produkte energischer. Als Contraindikation zum Brucingebrauche seien akute Entz\u00fcndungszust\u00e4nde des Auges anzusehen.\nLadijensky. Heroin und Kodein und deren pharmakologische vergleichende Wirkung auf den Tierorganismus. Inaug. Disser. Dorpat. 1901.\nVerfasser widmete seine Arbeit Versuchen \u00fcber die pharmakodynamischen Eigenschaften des Kode\u00fcns, um dessen Wirkung auf den allgemeinen Zustand der kalt- und warmbl\u00fctigen Thiere zu erforschen und dessen Wirkung auf das Herz und das vasomotorische Centrum, auf die Gef\u00e4sse und das Nerven-","page":137},{"file":"p0138.txt","language":"de","ocr_de":"138\nBIBLIOGRAPHIE.\nsystem aufzuhellen. Die Resultate seiner Versuche an Fr\u00f6schen, Kaninchen, Katzen und Hunden leiten den Verfasser zu folgenden Schl\u00fcssen. Aut Fr\u00f6sche wirkt Kodein in kleineren Dosen als Heroin. Auf AVarmbl\u00fctler dagegen wirkt Heroin in viel kleineren Dosen als Kodein. Die schlaferregende Wirkung minimaler Dosen von Heroin auf Tiere ist st\u00e4rker, als solche von Kodein. In dieser Beziehung stellt das Heroin dem Stammvater\u2014dem Morphin\u2014n\u00e4her, als das Kodein. Die Letaldose des Heroins ist f\u00fcr die Fr\u00f6sche und Kaninchen h\u00f6her, als diejenige des Kodeins. Die Wirkung des Heroins auf Kaninchen ist ebenso stark bei der subkutanen Anwendung als beim innerlichen Gebrauche. Kodein aber wirkt bei subkutanen Injektionen auf Kaninchen viel starker als bei innerlicher Darreichung. Die katalepsie- und krampferregende Wirkung des Heroins ist st\u00e4rker als die des Kodeins. Heroin vergr\u00f6ssert die reflektorische Erregbarkeit des R\u00fcckenmarks und setzt die Zahl und die Excursionen der Atembewegungen mehr als Kodein herab. Heroin wirkt auf das Centrum der Atmung mehr depressorisch als Kodein. Die Temperatur f\u00e4llt (bei Kaninchen) nach dem Gebrauche von Heroin; nach dem Gebrauche von Kodein in denselben Dosen bleibt sie unver\u00e4ndert. Die Acetyl- und Methylderivate des Morphins wirken \u00fcberhaupt auf das vasomotorische Centrum (A asokonstriktoren) abschw\u00e4chend und geben dadurch das Uebergewicht ihren Antagonisten (A a-sodilatatoren). Beim Heroingebrauche ist auf die individuelle Idiosynkrasie mancher Pazienten sowie auf die Gew\u00f6hnung an dieses Mittel Acht zu geben.\nDworetzky. Weitere Beobachtungen \u00fcber die Wirkung des l\u00f6slichen Silbers. Russk. AA ratsch. 1903 W 4 u. 7.\nNachdem der A'erfass er die Literatur der Frage angef\u00fchrt hat, beschreibt er mehrere eigene Beobachtungen \u00fcber die gute AAirkung des l\u00f6slichen Silbers in verschiedenen chirurgischen Krankheiten; zum Beispiel in drei F\u00e4llen von akuter Phlegmone, in einem Falle von akuter Mastitis, in mehreren F\u00e4llen von Rotlauf f\u00fchrte Einreiben der Salbe Cr\u00e9d\u00e9 die Heilung der Krankheit ohne chirurgische Hilfe herbei und verk\u00fcrzte die Krankheit wesentlich. Eine g\u00fcnstige AATrkung des Mittels wurde auch bei Furunculositas beobachtet.\nRubzoff. Ueber die aufl\u00f6senden Eigenschaften der Alkalien und anderer Mittel auf die Harnstoffs\u00e4ure. Inaug.-Diss. S.-Petersburg. 1901.\nVerfasser studierte die AVirkung der untengenannten Mittel in dem pharmakologischen Laboratorium von Prof. Krawkoff an Tauben, welche er mit chromsaurem Kalium vergiftete, und gelangte zu folgenden Schl\u00fcssen. 1) Ganz indifferent zeigten sich in gewissen Dosen: Urotropin, Uricidin, Acidum chi-nicum, nicht indifferent\u2014Piperazin und Lysidin, unbedingt giftig\u2014Lithium. 2) Die subkutane Injection aller dieser Mittel ruft eine sehr starke lokale Reaktion hervor. 3) Natrium und Lithium carbonicum und Urotropin sind unbedingt nicht imstande, unter dem Einfluss der Vergiftung mit chromsaurnn Kali die Aufspeicherung von Harns\u00e4ure in den Geweben zu verhindern. 4) Ure-cidin und Acid, chinicum haben dieselbe AATrkung. Da sie aber die Harns\u00e4ure ausser dem Organismus nicht aufzul\u00f6sen verm\u00f6gen, so besteht ihre Wirkung haupts\u00e4chlich in der Herabsetzung der Harns\u00e4urebildung, und kann der Schluss \u00fcber ihre AATrkung kein unbedingter sein. Es ist m\u00f6glich, dass sie unter anderen","page":138}],"identifier":"lit36667","issued":"1907","language":"de","pages":"137-138","startpages":"137","title":"Hero\u00efn und Kode\u00efn und deren pharmakologische vergleichende Wirkung auf den Tierorganismus. Inaug. Disser. Dorpat. 1901","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:39:04.440069+00:00"}
