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{"created":"2022-01-31T13:24:45.470607+00:00","id":"lit36669","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Rubzoff","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 5: 138-139","fulltext":[{"file":"p0138.txt","language":"de","ocr_de":"138\nBIBLIOGRAPHIE.\nsystem aufzuhellen. Die Resultate seiner Versuche an Fr\u00f6schen, Kaninchen, Katzen und Hunden leiten den Verfasser zu folgenden Schl\u00fcssen. Aut Fr\u00f6sche wirkt Kodein in kleineren Dosen als Heroin. Auf AVarmbl\u00fctler dagegen wirkt Heroin in viel kleineren Dosen als Kodein. Die schlaferregende Wirkung minimaler Dosen von Heroin auf Tiere ist st\u00e4rker, als solche von Kodein. In dieser Beziehung stellt das Heroin dem Stammvater\u2014dem Morphin\u2014n\u00e4her, als das Kodein. Die Letaldose des Heroins ist f\u00fcr die Fr\u00f6sche und Kaninchen h\u00f6her, als diejenige des Kodeins. Die Wirkung des Heroins auf Kaninchen ist ebenso stark bei der subkutanen Anwendung als beim innerlichen Gebrauche. Kodein aber wirkt bei subkutanen Injektionen auf Kaninchen viel starker als bei innerlicher Darreichung. Die katalepsie- und krampferregende Wirkung des Heroins ist st\u00e4rker als die des Kodeins. Heroin vergr\u00f6ssert die reflektorische Erregbarkeit des R\u00fcckenmarks und setzt die Zahl und die Excursionen der Atembewegungen mehr als Kodein herab. Heroin wirkt auf das Centrum der Atmung mehr depressorisch als Kodein. Die Temperatur f\u00e4llt (bei Kaninchen) nach dem Gebrauche von Heroin; nach dem Gebrauche von Kodein in denselben Dosen bleibt sie unver\u00e4ndert. Die Acetyl- und Methylderivate des Morphins wirken \u00fcberhaupt auf das vasomotorische Centrum (A asokonstriktoren) abschw\u00e4chend und geben dadurch das Uebergewicht ihren Antagonisten (A a-sodilatatoren). Beim Heroingebrauche ist auf die individuelle Idiosynkrasie mancher Pazienten sowie auf die Gew\u00f6hnung an dieses Mittel Acht zu geben.\nDworetzky. Weitere Beobachtungen \u00fcber die Wirkung des l\u00f6slichen Silbers. Russk. AA ratsch. 1903 W 4 u. 7.\nNachdem der A'erfass er die Literatur der Frage angef\u00fchrt hat, beschreibt er mehrere eigene Beobachtungen \u00fcber die gute AAirkung des l\u00f6slichen Silbers in verschiedenen chirurgischen Krankheiten; zum Beispiel in drei F\u00e4llen von akuter Phlegmone, in einem Falle von akuter Mastitis, in mehreren F\u00e4llen von Rotlauf f\u00fchrte Einreiben der Salbe Cr\u00e9d\u00e9 die Heilung der Krankheit ohne chirurgische Hilfe herbei und verk\u00fcrzte die Krankheit wesentlich. Eine g\u00fcnstige AATrkung des Mittels wurde auch bei Furunculositas beobachtet.\nRubzoff. Ueber die aufl\u00f6senden Eigenschaften der Alkalien und anderer Mittel auf die Harnstoffs\u00e4ure. Inaug.-Diss. S.-Petersburg. 1901.\nVerfasser studierte die AVirkung der untengenannten Mittel in dem pharmakologischen Laboratorium von Prof. Krawkoff an Tauben, welche er mit chromsaurem Kalium vergiftete, und gelangte zu folgenden Schl\u00fcssen. 1) Ganz indifferent zeigten sich in gewissen Dosen: Urotropin, Uricidin, Acidum chi-nicum, nicht indifferent\u2014Piperazin und Lysidin, unbedingt giftig\u2014Lithium. 2) Die subkutane Injection aller dieser Mittel ruft eine sehr starke lokale Reaktion hervor. 3) Natrium und Lithium carbonicum und Urotropin sind unbedingt nicht imstande, unter dem Einfluss der Vergiftung mit chromsaurnn Kali die Aufspeicherung von Harns\u00e4ure in den Geweben zu verhindern. 4) Ure-cidin und Acid, chinicum haben dieselbe AATrkung. Da sie aber die Harns\u00e4ure ausser dem Organismus nicht aufzul\u00f6sen verm\u00f6gen, so besteht ihre Wirkung haupts\u00e4chlich in der Herabsetzung der Harns\u00e4urebildung, und kann der Schluss \u00fcber ihre AATrkung kein unbedingter sein. Es ist m\u00f6glich, dass sie unter anderen","page":138},{"file":"p0139.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n139\nBedingungen, wo die Krankheitserscheinungen, welche bei der Vergiftung mit chromsaurem Kali beobachtet werden, fehlen, anders wirken. 5) Piperazin verhindert die Anh\u00e4ufung von Harns\u00e4ure an den ser\u00f6sen Schleimh\u00e4uten und. in den Gelenken, vermag aber nicht die harnsauren Concremente in den Nieren aufzul\u00f6sen. Im Gegenteil, da es die F\u00e4higkeit besitzt, in dem Harne aufgel\u00f6ste Harns\u00e4ure niederzuschlagen, so d\u00fcrfte es die Menge der harnsauren Krystalle in den Nieren vermehren. 6) Lysidin hat dieselbe Wirkung, wie Piperazin, l\u00f6st aber vielleicht teilweise die Harnstoffs\u00e4ure in den Nieren; daher darf man annehmen, dass es als ein gutes Mittel gegen die Gicht weitere klinische Beobachtungen verdient. 7) Die bis jetzt existierenden Versuche an Tauben sind noch ungen\u00fcgend, um irgend einen Schluss \u00fcber den Einfluss der obengenannten Mittel auf die Ausscheifung der Harns\u00e4ure zu machen.\nSpassky, L. Uresin als L\u00f6sungsmittel der Harns\u00e4ureverbindungen. Russk.\nWratsch. 1902. JV 47.\nVerfasser machte eine Reihe von vergleichenden Untersuchungen des Harns von\tKranken, welche an harnsaurer\tDiathese litten\tund mit ver-\nschiedenen Mitteln behandelt wurden (Urotropin, Uresin, Sidonal und mit den Heilw\u00e4ssern von Contrexeville und Salvator). Im Harne sind die Quantit\u00e4tsverh\u00e4ltnisse der Harns\u00e4ure angegeben. Aus diesen Beobachtungen erhellt, dass Uresin das\tbeste L\u00f6sungsmittel der\tHarns\u00e4ureverbindungen\tist, welche in\ndem menschlichen Organismus aufgespeichert werden. Beim Gebrauch steigt der Gehalt\tan Harns\u00e4ure im Harne\tin den\tersten Tagen bedeutend, dann\nf\u00e4llt er und\terreicht bald die Norm.\tDieses\tMittel wurde 6\tTage in Dosen\na 0,5 dreimal t\u00e4glich gegeben.\nGreilich, E. Zur Pharmakodynamik des Validols. Milit.-med. Joiun.\n1901. Iuni S. 1863.\nDer Autor findet, dass Validol nur auf Grund theoretischer Betrachtungen empfohlen wurde, welche nicht nur nicht stichhaltig sondern geradezu fehlerhaft waren, weil keiner der Componenten des Validols, weder das Menthol, noch die Baldrians\u00e4ure, erregende Eigenschaften besitzen. Da Validol keine desinfecierenden und keine an\u00e4sthesierenden Eigenschaften hat, so kann es f\u00fcr therapeutische Zwecke mit Menthol in keinem Falle dort konkurrieren, wo dieses gebraucht wird.\nOuvrages re\u00e7us par la Redaction du \u00abPhysiologiste Russe\u00bb;\na) en langues \u00e9trang\u00e8res.\nAnales de la Universidad Central de Venezuela. Ano VII, t. VII Ns 3. Annual Report of the Board of Regents of the Smithsonian Institution. June 30, 1905.\nArbeiten aus der physiologischen Anstalt zu Leipzig. 1905\u20146.\nArchivio di farmacologia sperimentale e Scienze affini. Anno VI, fase. V\u2014VII.","page":139}],"identifier":"lit36669","issued":"1907","language":"de","pages":"138-139","startpages":"138","title":"Ueber die aufl\u00f6senden Eigenschaften der Alkalien und anderer Mittel auf die Harnstoffs\u00e4ure. Inaug.- Diss. S.- Petersburg. 1901","type":"Journal Article","volume":"5"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T13:24:45.470612+00:00"}
