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{"created":"2022-01-31T15:49:47.339418+00:00","id":"lit37682","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Laudenbach, I.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 4: 64","fulltext":[{"file":"p0064.txt","language":"de","ocr_de":"Laudenbach, I. Ueber die Beziehung zwischen der Entwicklung der halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le und der Coordination der Bewegungen bei den V\u00f6geln. (Berichte der kiewer Naturforschergesellschaft. Bd. XVII. Lief. I S. LXI).\nIndem der Autor Versuche an verschiedenen Vogelarten\u2014Schwimmv\u00f6geln, Strandl\u00e4ufern, H\u00fchnerarten, Taubenarten, Raubv\u00f6geln und Sperlingsv\u00f6geln\u2014 machte und die halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le derselben sogar bei V\u00f6geln einer und derselben Ordnung verglich, fand er, dass sie nicht bei allen gleich stark und regelm\u00e4ssig entwickelt sind. Jedesmal, wenn der Autor gut und regelm\u00e4ssig entwickelte halbkreisf\u00f6rmige Kan\u00e4le beobachtete, constatirte er die Thatsache, dass der Vogel, der solche besass, imstande war geschickte Bewegungen sei es beim Fliegen, Laufen oder beim Suchen der Nahrung auszuf\u00fchren.\nDer Autor ist der Ansicht, dass die halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le am schw\u00e4chsten bei den Schwimmv\u00f6geln, am st\u00e4rksten bei der Schwalbe entwickelt sind. Bei letzterer fand Ewald nach Durchschneidung der horizontalen halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le sehr scharf ausgedr\u00fcckte St\u00f6rungen in den Bewegungen bei den Versuchen zu fliegen, die sie machte. Auf Grund solcher Versuche und Beobachtungen gelangt der Autor zu dem Schl\u00fcsse, dass die mehr oder weniger vollkommene Entwicklung der halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le bei den V\u00f6geln unmittelbar von der Feinheit und Genauigkeit der Equilibration in den Bewegungen abh\u00e4ngt, die sie im Kampfe ums Dasein an den Tag legen.\nLaudenbach, I. Zur Frage nach der physiologischen Bedeutung der Otc-lithen. (Berichte der kiewer Gesellschaft von Naturforchern. Bd. XVII Lief. I, S. II).\nDie diesbez\u00fcgliche Literatur ist nicht reichhaltig. Dieser Frage sind im ganzen zwei Arbeiten gewidmet, von denen die eine Sewall, die andre Steiner geh\u00f6rt. Der Autor beschloss die Resultate dieser beiden Arbeiten einer Pr\u00fcfung zu unterwerfen. Indem er die Frage nach der physiologischen Bedeutung des Sacculus sowie der in demselben enthaltenen Otolithen studirte und das ganze Labyrinth beim Axolotl extirpirte, erhielt er in Bezug auf die St\u00f6rungen in der Regelm\u00e4ssigkeit der Bewegungen und der F\u00e4higkeit, den K\u00f6rper im Gleichgewicht zu erhalten positive Resultate. Bei einseitiger Extirpation des Labyrinths beobachtete der Autor kreisf\u00f6rmige Bewegung des K\u00f6rpers um die L\u00e4ngsaxe nach der operiiten Seite hin, bei beiderseitiger\u2014verschiedenartigste Purzel- und Drehbewegungen. Im weiteren legt der Autor ausf\u00fchrlich die bei der Entfernung der Otolithen von der Mundh\u00f6hle aus angewandten Methoden bei Siredon pisciformes dar. Eine Reihe von Versuchen liess den Autor bei den operirten Tieren keinerlei St\u00f6rungserscheinungen in den Bewegungen wahrnehmen, w\u00e4hrend die Entfernung des ganzen Labyrinths ausnahmslos von scharfen St\u00f6rungen der Bewegungen und der F\u00e4higkeit, beim Schwimmen das Gleichgewicht zu bewahren, begleitet wird. Ferner geht der Autor zu analogen Versuchen an Fr\u00f6schen \u00fcber, bei denen die Extirpation des ganzen Labyrinths, nach Schrader's Methode, gar keine Schwierigkeiten bietet. Nach einseitiger Extirpation des Labyrinths wendet der Frosch","page":64}],"identifier":"lit37682","issued":"1905-1906","language":"de","pages":"64","startpages":"64","title":"Ueber die Beziehung zwischen der Entwicklung der halbkreisf\u00f6rmigen Kan\u00e4le und der Coordination der Bewegungen bei den V\u00f6geln","type":"Journal Article","volume":"4"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T15:49:47.339424+00:00"}
