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{"created":"2022-01-31T14:33:38.328836+00:00","id":"lit37686","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Sawjaloff, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 4: 66-67","fulltext":[{"file":"p0066.txt","language":"de","ocr_de":"66\nBIBLIOGRAPHIE.\nAuf Grund dieser Versuch gelangt der Autor zu dem Schl\u00fcsse, dass die Grash\u00fcpfer Raubtiere sind und f\u00fcr n\u00fctzliche Insecten anzusehen sind, da sie die gr\u00f6ssten Feinde unseres russischen Ackerbaues vertilgen.\nKrawkoff, N. Ueber experimentell im tierischen K\u00fcrper hervorgebrachtes\nAmyloid. Inauguraldissertation zur Erlangung der W\u00fcrde eines Dr. med. Aus dem Laboratorium der allgemeinen und experimentellen Pathologie der Milit\u00e4risch- medicinischen Academie in Petersburg. 1894. 06a. aMmioii/ch, OKcnepuMemajiBno BtmiBaeaioMB y \u00eekiibothuxb.\nDer Autor rief bei Tieren experimentelle Amyloidbildung hervor, indem er durch subcutane Impfung mit Staphylococcus pyogenes aureus langwierige Eiterung veranlasste. Zu den Versuchen dienten Kaninchen, Hunde, H\u00e4hne, Tauben und Fr\u00f6sche. Die R\u00e9sult\u00e9 seiner Experimente vergleichend, gelangte der Autor zu folgenden Schl\u00fcssen:\nDer Process der Amylo'idbildung geht nicht bei allen Tieren mit gleicher Leichtigkeit und Schnelligkeit vor sich. Nicht nur Tiere verschiedener Arten sondern auch Tiere einer und darselben Art sind diesem Processe gegen\u00fcber nicht in gleichem Maasse empf\u00e4nglich. Hunde widerstehen demselben am besten. Die Amyloidentartung kann bei Tieren sehr rasch eintreten, dabei bei sehr gut gen\u00e4hrten. Dies widerspricht der gangbaren Meinung dass das Amyloid als Product ersch\u00f6pfender chronischer Krankheiten erscheint. Der Autor erkl\u00e4rt diesen Widerspruch unter andern dadurch, dass auch bei chronischen Leiden Amylo'idbildung rasch vor sich geht, und dass solche Leiden nur den Boden f\u00fcr diesen Process vorbereiten. Im weiteren f\u00fchrt der Autor aus der Literatur F\u00e4lle von rascher Amyloidentartung auch bei Menschen an: weshalb er sich f\u00fcr berechtigt h\u00e4lt eine acute Form von Amyloidentartung anzunehmen.\nDer Autor hat nur Amyloidbildung bacteriellen Ursprungs beobachtet. Langwierige durch Terpentin oder Silbernitratl\u00f6sung hervorgerufene Eiterung f\u00fchrte in Krawkoff\u2019s Experimenten nicht zu Amyluidentartung. Der Autor ist der Ansicht, dass das Amyloid ein eigent\u00fcmliches Product der Lebensth\u00e4-tigkeit gewisser, den Organismus best\u00e4ndig intoxirender und ersch\u00f6pfender Mi-croben ist.\nDirecte Intoxicationsversuche von Tieren mit fHtrirten Bouillonculturen bac. staphylococci ergaben in Bezug auf Amyloidbildung negative Resultate. Das Experiment war jedoch erfolgreich, wenn, anstatt bac. staphylococcus, bac. pyocyaneus genommen wurde. Die Injection des Filtrats einer bei 100\u00b0 get\u00f6teten Cultur rief bei Tieren Amylo'idbildung hervor.\nDer Autor findet eine gewisse Analogie zwischen den Toxinen der Mi-croben und solchen anorganischen Giften wie Phosphor und Arsen, Gleichdem, wde die Einwirkung letzterer fettige Entartung hervorruft, so veranlasst Intoxication mit Toxinen gewisser Microben die Gewebe Amyloidsubstanz auszuarbeiten.\nSawjaloff, W. Priv.-Doc. Analyse des Blutes eines H\u00e4mophilen. Russisches Archiv f\u00fcr Pathologie, ldinische Medicin und Bact\u00e9riologie, herausgegeben unter der Redaction von Prof. W. Podwyssotzki. Petersburg. 1901.","page":66},{"file":"p0067.txt","language":"de","ocr_de":"67\nB I B L I 0 a R \u00c0 P H I E.\nDer Autor fand, dass das Blut des H\u00e4mophilen sehr langsam gerann. Die ersten Spuren von Gerinnung zeigten sich 15 Minuten nach dem Aderlass; erst nach anderthalb Stunden war dieselbe beendigt.\n100 Teile genuines Blut enthielten:\nWasser................................ 82,8 0\u00b0/0\nFeste Substanzen........................ 17,70%\nLetztere bestanden aus:\nEiweissstoffen, ausser Fibrin........... 16,14%\nFibrin................................ 0,22%\nAlkoholischem Extract (Harnstoff, Zucker u. s. w.)......................... 0,04%\nFett................................. 0,45%\nCholesterin . .................. 0,07 \u00b0/0\nLecithin........................... 0,21 %\nL\u00f6slichen Salzen....................... 0,57\"%\nUnl\u00f6slichen Salzen...................... 0,07%\nIn 100 Teilen Blutserum wurden gelunden:\nWasser................................. 91,06\u00b0%\nFeste Substanzen:....................... 8,94\u00b0%\nN\u00e4mlich:\nEiweissstoffe........................... 7,63%\nAlkoholischen Extracts (Harnstoff, Zucker u. s. w.).......................... 0,04\u00b0%\nFett..................................... 0,54%\nCholesterin............................. O,03\u00b0%\nLecithin............................. 0,19\u00b0%\nL\u00f6sliche Salze........................... 0,62%\nUnl\u00f6sliche Salze......................... 0,05%\nDas untersuchte Blut war an festen Stoffen \u00e4rmer als normales. Der Unterschied bezog sich haupts\u00e4chlich auf den Trockenrest der roten Blutk\u00f6rperchen, da die Menge des Trockenrests des Blutserums nicht geringer war als bei dem normalen Serum.\nWie es sich erwies, wichen die Erythrocyten nicht nur quantitativ sondern auch quantitativ von der Norm ab. So gelang es dem Autor einen Stoff auszuscheiden, welcher der Darstellungsart und den Eigenschaften nach mit Al. Schmidt s Cytoglobin identisch ist. Dieser Stoff setzt die Gerinnungsf\u00e4higkeit des Blutes herab. Das Cytoglobin ist der Autor geneigt f\u00fcr in ihrer Entwicklung gehemmte rote Blutk\u00f6rperchen anzusehen.\no","page":67}],"identifier":"lit37686","issued":"1905-1906","language":"de","pages":"66-67","startpages":"66","title":"Analyse des Blutes eines H\u00e4mophilen. Russisches Archiv f\u00fcr Pathologie, klinische Medicin und Bacteriologie, herausgegeben unter der Redaction von Prof. W. Podwyssotzki. Petersburg. 1901","type":"Journal Article","volume":"4"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:33:38.328841+00:00"}
