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{"created":"2022-01-31T16:52:14.656819+00:00","id":"lit37696","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tamamscheff, G.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 4: 73-75","fulltext":[{"file":"p0073.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n73\nwerte gelangt der Autor zu dem Schl\u00fcsse, dass Hopkins\u2019Methode die genaueste ist, da dieselbe nicht nur f\u00fcr Harns\u00e4urel\u00f6sungen sondern auch f\u00fcr den Harn selbst Zahlen liefert, welche die nach Salkowsky-Ludwig\u2019s Methode erhaltenen an Genauigkeit \u00fcbertreffen. Hopkins\u2019 Verfahren biete auch noch den Vorteil, dass dasselbe sowohl bei eiweissfreiem als bei eiweisshaltigem Harn angewandt werden kann. Der Autor empfiehlt dieses Verfahren besonders den Klinicisten, da dasselbe verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig wenig Zeit zur Bestimmung der Harns\u00e4ure erfordert.\nZabel, 0. Ein Beitrag zur Lehre von dem Abumin im Harn gesunder Menschen. Kb yneHiio o \u00f6hjiKk bl, Houk y s/mpoBEix'L jno\u00dfefi. In-aug.-Dissert, zur Erlangung der W\u00fcrde eines Doctor med. St,-Petersburg. 1896.\nDie widersprechenden Angaben in der Literatur \u00fcber das sog. physiologische Albumin bewogen den Autor die Frage nach dem Albumin im Urin gesunder Menschen einem genaueren Studium zu unterwerfen. Auf Grund eigner Untersuchungen und gewisser literarischer Thatsachen gelangt er zu folgenden Schl\u00fcssen. Albuminurie bei gesunden Menschen ist eine abnorme, pathologische Erscheinung. Als Ursache einer solchen dient h\u00e4ufig eine langsam verlaufende Erkrankung der Nieren. Eine nicht geringe Rolle spielen dabei auch in fr\u00fcheren Jahren \u00fcberstandene infecti\u00f6se Krankheiten. Eine solche Albuminurie kann lange Zeit ohne sichtlichen Schaden f\u00fcr die Gesundheit andauern, wobei der Harn oft gr\u00f6ssere Mengen Harns\u00e4ure und oxalsauren Kalks enth\u00e4lt und ein hohes specifisches Gewicht hat; gew\u00f6hnlich enth\u00e4lt er weder Cylinder noch auch andre Symptome von Erkrankung der Nieren. Starke physische Anstrengung kann ebenfalls die Ursache des Erscheinens von Albumin im Harn sein. Durch physische Anstrengung hervorgerufene Albuminurie verschwindet immer nach circa 24 Stunden. In dem Maase wie die physische Anstrengung zunimmt und l\u00e4nger dauert, tritt Albuminurie \u00f6fter ein; dabei steigt die Menge des Albumins. L\u00e4ngere Ruhe tliut der durch Muskelarbeit verursachten Albuminurie Einhalt.\nAlbuminurie wird oft bei Alkoholikern beobachtet, wo sie wahrscheinlich als Anzeichen einer leichten Nephritis gelten kann.\nBei vollkommener k\u00f6rperlicher Gesundheit \u00fcbt Nahrungsaufnahme am Morgen auf die Ausscheidung ven Albumin im Harn keinen Einfluss aus.\nTamamscheff, G. Die Topographie des physiologischen Vorrats an Phosphor in dem tierischen Organismus. Inauguraldissertation zur Erlangung der W\u00fcrde eines Dr. med. Aus Prof. A. Danilewski\u2019s Laboratorium der physiologischen Chemie. Petersburg. 1897. Tnnorpa-(ffin <J)H3iojiornqecKaro 3anaca $oc(J)opa b\u00ee> ffiUBOTHOMn opramiSMk (MaTepiajiu ku \u00f6iojiorin <f)OC<J)opa).\nDer Autor untersuchte die Frage nach der Verteilung im normalen und hungernden Organismus: 1) der anorganischen Phosphorverbindungen; 2) der organischen Verbindungen, mit Ausnahme der Eiweissk\u00f6rper; 3) der Eiweiss-verbindungen (Prof. A. Danilewski\u2019s Gruppirung der Phosphorverbindungen),","page":73},{"file":"p0074.txt","language":"de","ocr_de":"74\nB I B B I 0 0 K A P H 1 K.\nIm weiteren stellte der Autor sich die Aufgabe, zu erforschen in welchen Formen der Phosphor vom Organismus starker zur\u00fcckgehalten und in welchen er leichter verausgabt wird. Alle seine Versuche f\u00fchrte der Autor an Hunden aus, da sich bei diesen Tieren jeder \u00e4ussere Einfluss im Organismus sch\u00e4rfer kundgiebt und dieselben dem Hungertode l\u00e4nger widerstehen. Es wurden Tiere eines und desselben Geschlechts und beinahe derselben Passe genommen. Das best\u00e4ndige Gewicht eines jeden Tieres wurde festgestellt, indem es eine bestimmte Quantit\u00e4t Nahrung erhielt. Nachdem alles Blut ausgeflossen war, wur- * den die Gef\u00e4sse mit 4% Zuckerl\u00f6sung ausgewaschen, um alles Blut aus den Organen zu entfernen, wonach die zu weiteren Untersuchungen n\u00f6tigen inneren Organe herausgenommen und behufs Bestimmung des festen Rests abgewogene Portionen von allen abgetrennt wurden. Danach wurden die Organe getrocknet und zu Pulver verrieben. In abgewogenen Porzionen des Pulvers der Organe und des getrockneten Blutes bestimmte man: 1) die Menge der P.,0. in der unver\u00e4nderten Substanz; 2) die Menge der P20, als anorganische Substanz und Eiweissssoff in dem nach Behandlung mit Alkohol und\" Aether\tj\nerhaltenen R\u00fcskstand; 3) die Menge der P20. als Eiweissstoff in dem nach der Behandlung mit Alkohol, Aether und Wasser erhaltenen R\u00fcckstand. Die Menge der P,0: in Gestalt anorganischer und Eiweissstoffverbindungen von der Gesammtmenge der P205 in der unver\u00e4nderten Substanz abziehend, erh\u00e4lt man die als Lecithin vorhandene P,0- .\nVon der Menge der als anorganische Verbindung und als Eiweissstoff vorhandenen P205 diese letztere abziehend, erh\u00e4lt man die Menge der anorganischen Phosphors\u00e4ure.\t<\nDie Bestimmung der IT 0. f\u00fchrte der Autor mittels Titriren mit essigsaurem Uran aus, wobei das phosphorsaure Eisen, welches durch Titriren nicht bestimmt werden kann, besonders gewogen wurde.\nDie Versuche zeigten, dass, je h\u00f6her das Gewicht des Tieres ist, desto l\u00e4nger es hungern kann, ehe es zu Grunde geht, und desto gr\u00f6sser dessen Gewichtsverlust ist. Bei hungernden Hunden ist die Menge der festen Substanzen in der Leber, dem Herzen, den Nieren und dem Blut fast dieselbe wie unter normalen Lebensbedingungen; in den Muskeln und der Magenschleimhaut verringert, im Gehirn, den Lungen und der Milz erh\u00f6ht. Der Procentgehalt der mit Alkohol und Aether aus der Leber und den Nieren hungernder Hunde extrahirten Extractivstoffe ist bedeutend erh\u00f6ht: dasselbe gilt von den Muskeln, dem Gehirn, den Lungen, der Schleimhaut des Magens und des Darms, doch in geringerem Maasse; der Procentgehalt der Extracfiv-stoffe aus dem Herzen bleibt beinahe unver\u00e4ndert, aus der Milz Et er vermindert.\nDer Procentgehalt der mit Wasser aus den Organen und Geweben hum gerader Hunde extrahirten Stoffe .ist vermindert, mit Ausnahme derjenigen aus den Nieren, welche einen gr\u00f6sseren Procentgehalt an Extractivstoffen abgeben.\nDie oben erw\u00e4hnten Ihatsachen benutzte der Autor zur Berechnung des Procentgehalts des Phosphors in dessen drei Formen. Aus diesen Thatsachen erhellt, dass die Topographie des Phosphors in dem hungernden Organismus dieselbe bleibt wie im dem normalen, mit Ausnahme der Nieren und Lungen.","page":74},{"file":"p0075.txt","language":"de","ocr_de":"B I B L I 0 G K A P II 1 E.\n75\nDie Organe und Gewebe hungernder Tiere verlieren verschiedene Quantit\u00e4ten der anorganischen Phosphorverbindungen. Bei normaler Ern\u00e4hrung bleibt der Phosphorgehalt in Form von Lecithin unver\u00e4ndert, Die Quantit\u00e4t des Phosphors in Gestalt von Eiweissk\u00f6rpern bleibt beim Hungern dieselbe wie bei normaler Ern\u00e4hrung. Der relativ gr\u00f6sste Verlust an der Gesammt-menge des Phosphors hungernder Tiere kommt auf die Milz, dann, in absteigender Menge, auf die Lungen, die Muskeln, die Leber, die Schleimhaut des Magens und des Darms, das Herz und das Gehirn. Im Blute und in den Nieren ist der Gesammtgehalt an Phosphor vergr\u00f6ssert.\nSomit kann der allgemeine Schluss gezogen werden, dass der Organismus beim Hungern haupts\u00e4chlich den in anorganischen Verbindungen enthaltenen Phosphor verliert, w\u00e4hrend der in Form von Lecithin und besonders von Eiweissk\u00f6rpern vorhandene vom Organismus hartn\u00e4ckig festgehalten wird.\nGersoni, I. Quantitative Bestimmung des Fettes in der Milch n\u00e4hrender Frauen unter normalen und pathologischen Bedingungen. Inauguraldissertation zur Erlangung der W\u00fcrde eines Dr. med. Aus dem Laboratorium der Klinik von Prof. Slavianski's geburtshilflichem und gyn\u00e4kologischem Krankenhause. Petersburg, 1898. KojnnecTBeH-Hoe onpeDkneme ampa bi. mojiokF KopMamuxn stemniiH'L.\nZur Bestimmung des Fettes in der Milch benutzte der Autor Dr. Gerbers Apparat. 2000 Untersuchungen der Milch n\u00e4hrender Frauen unter den verschiedensten Bedingungen leiteten den Autor zu folgenden Schl\u00fcssen.\nDer mittlere Procentgehalt des Fettes in der Milch n\u00e4hrender Frauen w\u00e4hrend der ganzen Lactationsperiode betr\u00e4gt 3,48%.\nDer Fettgehalt der Milch bei verschiedenen Frauen, sowohl als auch hei . einer und derselben ist grossen Schwankungen unterworfen, wobei das Minimum des Fettgehalts 0.6%, das Maximum\u201410% erreicht. Der Fettgehalt der Milch einzelner n\u00e4hrender Frauen entspricht einem gewissen Typus f\u00fcr eine jede, mit mittleren Schwankungen von 0,05\u20140,09%.\nDie Milch j\u00fcngerer Frauen sowie primiparer ist reicher an Fett.\nln den ersten Tagen der Lactationsperiode enth\u00e4lt die Milch durchschnittlich 3,03%, sp\u00e4ter 3,8%\u2022 Der Fettgehalt der Milch stellt sich mehr oder weniger sicher in der 4 Woche der Lactationsperiode heraus und bleibt auf derselben Stufe bis zum 4 Monat, wonach er anf\u00e4ngt sich zu vermindern. Die Milch schwacher Frauen ist reicher an Fett.\nM\u00e4ssige Muskelarbeit bef\u00f6rdert den Fettgehalt der Milch. Die Farbe des Haars und der Haut \u00fcbt keinen merklichen Einfluss auf denselben aus.\nDer Fettgehalt in der rechten und linken Brust kann ziemlich grosse Unterschiede bieten. Oefteres und energisches Absaugen der Milch erh\u00f6ht den Fettgehalt. Ein hoher oder niedriger Procentgehalt des Fettes in der Milch erscheint an und f\u00fcr sich nicht als Ursache von Dyspepsie, aberj die Erh\u00f6hung des Fettgehalts in der Milch einer und derselben n\u00e4hrenden Frau kann als etiologisches Moment f\u00fcr die Dispepsie angesehen werden. In der Menstrual-zeit ist der bettgehalt erh\u00f6ht. Erh\u00f6hte Temperatur erh\u00f6ht auch den Fettgehalt.\nEine aus Fastenspeisen bestehende Nahrung setzt den Fettgehalt der Milch nur sehr wenig herab,","page":75}],"identifier":"lit37696","issued":"1905-1906","language":"de","pages":"73-75","startpages":"73","title":"Die Topographie des physiologischen Vorrats an Phosphor im tierischen Organismus. Inauguraldissertation zur Erlangung der W\u00fcrde eines Dr. med. Aus Prof. A. Danilewski's Laboratoium der physilogischen Chemie. Petersburg. 1897","type":"Journal Article","volume":"4"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:52:14.656825+00:00"}
