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{"created":"2022-01-31T16:49:26.692332+00:00","id":"lit37707","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Panormoff, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 4: 83-84","fulltext":[{"file":"p0083.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n88\n2)\t. Bei der Diffusion der, Luft durch eine der Eiweissmembranen beraubte mineralische Eierschale, tritt das Gesetz des umgekehrten Verh\u00e4ltnisses der Quadratwurzeln aus den Dichtigkeiten desto klarer hervor, je weniger verd\u00fcnnt die durch die Schale dringende Luft ist; bei gr\u00f6sserer Verd\u00fcnnung sowohl der \u00e4usseren als der inneren Luft tritt dieses Gesetz immer weniger klar zu Tage.\n3)\tDie Schnelligkeit der Diffusion der Luft durch die Eierschale steigt mit der Differenz des Druckes zwischen der \u00e4usseren und inneren Luft.\n4)\tDie durch die Eierschale sammt den sie auskleidenden Eiweissmem-branen gedrungene Luft enth\u00e4lt mehr Sauerstoff, als unter normalen Bedingungen in der atmosph\u00e4rischen Luft enthalten ist.\n5)\tDer atmolysatorische Effect der Eiweissmembranen kann durch den Procentsatz des Sauerstoffs ausgedr\u00fcckt werden, den die ins Ei gedrungene Luft in dem Fall enthalten w\u00fcrde, wenn es keine mineralische Schale h\u00e4tte. Die durch letztere unmittelbar bis zu den Eiweissmembranen gedrungene Luft enth\u00e4lt nur etwa 20% Sauerstoff. Folglich stellt sich der atmolysatorische Effect der Eiweissmembranen nicht durch 1% Procent sondern durch 2% des Sauerstoff\u00fcberschusses dar.\n6)\tDer Sauerstoffgehalt einer durch die Eih\u00fcllen gedrungenen Luft steht im umgekehrten Verh\u00e4ltnis zu dem Verd\u00fcnnungsgrade derselben w\u00e4hrend des Diffundirens.\n7)\tMit dem Steigen der Differenz zwischen dem \u00e4usseren und dem inneren Druck, entsprechend einer aufsteigenden arithmetischen Progression mit der Differenz \u2014 0,1, f\u00e4llt die Sauerstoffmenge in der diffundirten Luft im Verh\u00e4ltnis einer absteigenden arithmetischen Progression mit derselben Differenz.\n8)\tMit dem Steigen des Verd\u00fcnnungsgrades der Luft im Ei nach der arithmetischen Progression mit der Differenz = 0,1 steigt die Diffusionsschnelligkeit der Luft durch die Eih\u00fcllen, d. h. die Menge der diffundirenden Luft in der Zeiteinheit nach der geometrischen Progression mit dem Nenner 2.\n9)\tAuf den gr\u00f6sseren Sauerstoffgehalt der ins Ei diffundirten Luft im Vergleich zu der atmosph\u00e4rischen \u00fcben nicht bloss die Eiweissmembranen an sich sondern auch das in denselben enthaltene Wasser einen Einfluss aus.\n10)\tDas die mineralische Eierschale reichlich benetzende Wasser erschwert bedeutend das Eindringen der atmosph\u00e4rischen Luft in das Ei, indem es die Poren verstopft.\n11)\tK\u00fcnstliche trockne Membranen aus Gelatine, Butter, Oel, Eiweiss, L\u00f6sungen von Canipholium in Weingeist oder von Guttapercha in Chloroform lassen, infolge der vielen Risse und Spr\u00fcnge, die sich beim Trocknen bilden, beim Diffundiren von Luft durch dieselben, keinen solchen atmolysatorischen Effect erkennen, wie ihn Kautschukplatten und die Eiweissmembranen an den Tag legen.\nPanormoff, A. lieber die Wirkung verd\u00fcnnter S\u00e4uren, des Alkohols und der W\u00e4rme auf das Albuminin. Aus dem Laboratorium der physiologigischen Chemie an der Universit\u00e4t Kasan. Journ. d. russ. phvs.-chem. Ges. IKypn PyccK. (J)n3iiK0-XHMiiu. 06m,ecTBa. Bd. XXXII. Abt. I. 1900. S. 249.\n6","page":83},{"file":"p0084.txt","language":"de","ocr_de":"84\nBIBLIOGRAPHIE.\nIn seinen fr\u00fcheren Arbeiten *) zeigte der Autor, dass das H\u00fchnerei zwei Eiweissstoffe enth\u00e4lt, die er vorschlug \u00abAlbumin\u00bb und \u00abAlbuminin\u00bb zu nennen. Dem Studium dieses letzteren ist gegenw\u00e4rtige Arbeit gewidmet. Die Constitution des Albuminins, aus dessen durch Dialyse gegen 0,2\u20140,1% Salzs\u00e4ure bei Zimmertemperatur erhaltenen Chlorwasserstoffderivaten berechnet, dr\u00fcckt der Autor durch die empirische Formel C1<4H,25O50N37S2(HCl)3 aus, oder in Procenten:\ngefordert C -50,17%\nH \u2014 6,62 \u00bb\nN \u2014 15,04 >\nCI\u2014 3,05\u00bb\nS \u2014 1,86 >\nO \u2014 23,20 >\nDie Zusammensetzung einer Chlorwasserstoffverbindung ver\u00e4ndert sich nicht, wenn man bei der Dastellung derselben den Einfluss der S\u00e4ure auf das Minimum beschr\u00e4nkt und auch wenn man dieselbe bei 100\u00b0 in 0,1% Salzs\u00e4urel\u00f6sung, bis das spec. Drehungsverm\u00f6gen constant wird, erhitzt.\nWird mit Bromwasserstoff eingewirkt, so bildet sich eine Verbindung, deren Zusammensetzung durch die Formel 2 Alb. 5 HBr gegeben ist, d. h. in Procenten:\ngefordert\tgefunden\nBr\u20145,65%\t5,79\u20145,80%\nS\u20141,81%\t1,81%\nBei der Dialyse gegen 0,2% Phosphors\u00e4ure bildet sich Alb. 2H,PO,\ngefordert\tgefunden\nC\u2014 48,93%\t48,80%\nH\u2014 6,60\u00bb\t7,03\u00bb\nN\u201414,68\u00bb\t14,43\u00bb\nP \u2014 1,75 \u00bb\t2,13 \u00bb\ngefunden: 50,04% 6,64 \u00bb 14,80 \u00bb 3,01 > 1,87 \u00bb\nDaraus folgt, dass bei der Einwirkung verd\u00fcnnter S\u00e4uren auf das Albuminin, in Abh\u00e4ngigkeit von der Natur der S\u00e4ure, Verbindungen mit einer verschiedenen Anzahl von S\u00e4uremolec\u00fclen erhalten werden.\nBei der Einwirkung von Methyl- oder Aethylalkohol auf w\u00e4sserige Albumininl\u00f6sungen unter Erw\u00e4rmen untergeht das Albumin in Bezug auf das gegenseitige Verh\u00e4ltnis seiner Bestandteile keine Ver\u00e4nderungen, wohl aber dessen L\u00f6slichkeit in Wasser, was der Autor durch Poly- oder Depolymerisation des Albuminins erkl\u00e4rt. Eine Ver\u00e4nderung in der L\u00f6slichkeit hat der Autor bei der Einwirkung verd\u00fcnnter S\u00e4uren auch bei Zimmertemperatur beobachtet.\n\u2019) Jonrn. (1. russ.-chem. Cfes. Bel. XXX, 302; XXXf. 555\u2014557,","page":84}],"identifier":"lit37707","issued":"1905-1906","language":"de","pages":"83-84","startpages":"83","title":"Ueber die Wirkung verd\u00fcnnter S\u00e4uren, des Alkohols und der W\u00e4rme auf das Albium. Aus dem Laboratorium der physiologischen Chemie an der Universit\u00e4t Kasan. Journ. d. russ. phys.-chem. Ges. Bd. XXXII. Abt. I 1900. S. 249","type":"Journal Article","volume":"4"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:49:26.692338+00:00"}
